Reisebericht Bali

Welcome to BALI! So steht‘s schon bei der Ankunft am Flughafen von Bali geschrieben. Das trifft 100%ig zu, denn auf Bali habe ich mich seeeeehr willkommen gefühlt.

Welcome to Bali

Ich berichte in diesem Artikel über die Highlights meiner Reise auf der Insel der Tempel und tropischen Wälder.
Bali ist meine erste Asienreise und dementsprechend ist auch alles so neu und aufregend. Ich fliege ab Frankfurt am Main bis Singapur (+/- 13 Stunden) und von Singapur geht’s weiter nach Denpasar, der Hauptstadt von Bali (+/- 3 Stunden).
Ich freue mich sehr auf den Flug, denn ich fliege mit der schicken Fluggesellschaft Singapore Airlines im 2-stöckigen Airbus A380 auf zwei Etagen. Der Riese fliegt immer die gleichen Langstrecken:  Singapur – Frankfurt – New York und zurück.
Der Service an Bord ist top: eigene Decke, eigenes Kopfkissen, eigenes Bordkino (viele Filme in deutscher Sprache), super Verpflegung mit leckerem Magnum-Eis für zwischendurch.

Natürlich bin ich bei meiner Ankunft im Land des Lächelns ziemlich ko. Aber um dem Jetlag keine Chance zu geben, heißt es jetzt: Augen AUF und durch! Klar, das heiße und drückende Klima bin ich nicht gewohnt. Selbst die Kamera ist nicht zu gebrauchen, da die Linse immer wieder durch die hohe Luftfeuchtigkeit beschlägt. An jeder Ecke schlägt mir diese süße Geruch von Räucherstäbchen entgegen, der von den Opfergaben der Einheimischen stammt. Die Balinesen stellen täglich schön gewickelte Blumengebinde in ihre Haustempel, vor Geschäfte oder einfach auf die Bürgersteige um böse Geister zu bekämpfen.
Bali Opfergaben

Die Menschen auf Bali haben mich stark beeindruckt: Sie sind freundlich, offen, arbeitswillig, tief verwurzelt in ihrer Religion und haben zudem IMMER ein Lächeln auf den Lippen. Daher wird Bali auch zurecht die Insel des Lächelns genannt. Im Gegensatz zu einem flüchtigen „Hallo“ in unseren Breitengraden, nehmen die Menschen auf Bali sich gebührend Zeit für die Begrüßung. Das gilt auch für Touristen wie mich: Die Hände vor der Brust gefaltet, nach vorne beugen und CHEESE.

Nach zwei Tagen Akklimatisierung im Hotel starte ich eine 3-tägige Rundreise mit einer deutschen Reisegruppe und dem balinesischen Reiseleiter: Butja. Er trägt wie alle Männer auf Bali ein Tuch um den Kopf und wickelt sich auch jeden Morgen seinen Sarong -eine Art Wickelrock- um.

Bali Reiseführer

Highlights: 

Der „Barong“ Tanz ist ein traditioneller balinesischer Tanz, wo die guten Geister die bösen Geister bekämpfen. Der Barong ist eine Märchenfigur: eine Mischung aus Löwe und Fledermaus. Ich schaue mir mit der Reisegruppe eine Aufführung an und bin sehr beeindruckt von den traditionellen Gewändern der Schauspieler.
Barong Tanz

Elefantenhöhle oder „Goa Gajah“: mein erster Tempel auf Bali, ihm werden noch viele folgen. Hier lerne ich, dass jeder der den Tempel betritt seine Knie bedecken muss und – genau wie Butja – einen Sarong umbinden muss. Die Sarongs werden vor jedem Tempel angeboten. In manchen Tempelanlagen darf man sogar nur barfuss eintreten.

Aus dem klimatisierten Bus raus ab in die erdrückende Hitze, an der man fast eingeht. Jede Menge Stufen geht’s nun hinunter um zur Elefantenhöhle zu gelangen. Die Goa Gajah wurde im 9. Jahrhundert erbaut und war seitdem  eine heilige Stätte für die Balinesen.

Goah Gaja - Elefantenhöhle Bali

Stadt „Ubud“
In der Nähe der Elefantenhöhle befindet sich Ubud, eine Künstler- und Handwerkerstadt mitten auf Bali. Bekannt wurde Ubud durch den Film „Eat, Pray, Love“, wo Julia Roberts einige Szenen auf dem Wochenmarkt gedreht hat.
Der Reisebus trifft abends in der Stadt ein. Auf Empfehlung von Butja besuche ich das Café Wayan, wo  die Tische nur 10cm höher als der Boden sind und ich mich im Schneidersitz auf den Boden setzen muss.
In Ubud übernachte ich im Hotel Champlung Sari, auch Affenhotel genannt.

Der Aufenthalt ist eine lustige Angelegenheit. Diese kleinen raffinierten Äffchen hauen vor allem morgens im offenen Frühstücksraum richtig auf den Putz. Ein Kellner hat alle Hände voll zu tun, indem er die Affen versucht vom Essen fernzuhalten.  Ich selbst mache mir am Frühstückstisch ein Marmeladenbrot, möchte genüsslich abbeissen und ZACK schnappt mir ein Affe das Brot vor der Nase weg.

Spaziergang durch die Reisfelder. 
Ein Viertel der Insel besteht aus Reisterrassen. Der Reis ist das Hauptnahrungsmittel der Balinesen. Bei ca. 4 Millionen Einwohner bauen die Reisbauern den Reis überwiegend zum Eigenbedarf an.
Reisfelder Bali

Bali Reisterrassen

Muttertempel – Pura Besakih
Die Balinesen sind größtenteils Hinduisten. Der Besakih – von Butja nur Muttertempel genannt – ist der wichtigste Tempel (Pura) der Indonesier und das größte Heiligtum. Die gläubigen Inseleinwohner pilgern mindestens einmal im Jahr zum Muttertempel. Selbst für unseren Reiseführer Butja ist heute ein besonderer Tag, denn er ist für diesen Besuch richtig schick gekleidet.

Butja

Die Tempelanlage ist auf 950 Meter Höhe gebaut und besteht aus 200 Gebäuden: sehr gross und imposant. Unsere Gruppe hat die Ehre einer traditionellen Zeremonie (eigentlich nicht für Touristen) beizuwohnen. Andächtig stehen wir am Rande des Geschehens und sehen den Einheimischen gebannt zu.

Bali Zeremonie Besakih

Ort „Lovina“: 
In Lovina, im Norden Balis, übernachtet die Reisegruppe die zweite und letzte Nacht. Lovina ist eine Wortschöpfung aus Love und Indonesia. Ergibt: ich liebe Indonesien. Der Ort ist vor allem bekannt für die Delfine, die man hier beobachten kann.
Zum Abschluss grillen wir am Abend den frischgefangenen Fisch, „Mahi Mahi“ am Strand. Ein sehr fester und geschmackvoller Fisch, der wie Steak schmeckt. Abgesehen von den Mückenstichen, ein sehr schöner Abend am anderen Ende der Welt.
Morgens um 5 Uhr werde ich durch den Ruf zum Gebet der islamischen Minderheit auf Bali geweckt. Die Gesänge hören sich sehr schön an.

Auf dem Weg zurück nach Legian meistert die Reisegruppe noch einige Stationen: Als erstes steigen wir an diesem Morgen in den Dschungel hinab um den Git Git Wasserfall zu sehen, Balis höchster und schönster Wasserfall.

Git Git Wasserfall

Weiter geht es dann mit dem Bus über Bergstrassen zum Seetempel.
Der Pura Ulun Danu Bratan – auch Seetempel genannt – liegt in den Bergen auf 1200 Meter Höhe.
Seetempel Bali

Einige Tempelhäuschen liegen im Bratan See, einem Vulkansee. Andere Schreine liegen – direkt angrenzend – in den wunderschönen und grosszügigen Gartenanlagen.

Bali Gartenanlage

Pura Tannah Lot, der letzte Tempel meiner Rundreise und wieder genauso beindruckend. Tannah Lot bedeutet: „Land inmitten des Meeres“. Den Tempel erreicht man über den Sandstrand und nur bei Ebbe. Bei Flut sieht der Tempel sehr beeindruckend aus, da er nur von Wasser umgeben ist und isoliert aus den Wellen ragt.
Bali Seetempel

Kuta & Legian:
Zurück von der tollen Rundreise kehre ich in mein Haupthotel in Legian zurück. Wie die meisten Baliurlauber habe ich nur Übernachtung mit Frühstück gebucht.  Auf der ganzen Insel kann man nämlich für wenige Euros sehr lecker auswärts essen gehen.
Kuta ist eine lebendige und pulsierende Stadt: Leuchtreklamen von KFC, Pizza Hut und Mc Donalds schreien mir entgegen. Zudem sehe ich hier Diskotheken, Restaurants, Touristenshops und natürlich den kilometerlangen Sandstrand.

Bali KutaLegian, wo mein Hotel liegt, ist ein Vorort von Kuta. Die beiden Orte sind durch die Jala Legian oder Legian Road verbunden. Diese Strasse ist ideal zum Flanieren, wenn man mal etwas Abwechslung braucht. Zu Fuß erreiche ich sehr viele Restaurants: von asiatisch über italienisch bis zum Fisch oder Steak vom Grill finde ich immer das Passende. Besonders gut habe ich übrigens in Kuta im Un’s gegessen. Alle Lokale sind überdacht, aber immer nach außen hin offen. Klar, denn selbst am Abend und ohne Sonne bleibt es brüllend warm. Ein Leguan im Baum ist zu meinem grossen Entsetzen nichts außergewöhnliches.

Bemerkenswert lecker ist die balinesische Küche:  jedes Gericht wird liebevoll auf den Teller gezaubert. Typisch balinesich sind zum Beispiel Nudelgerichte mit frischem Gemüse, Fleischspiesschen mit Erdnusssoße oder die crispy Duck (knusprige Ente).  Der Wein ist durch den Import sehr teuer, daher trinke ich zum Essen meistens das lokale Bier BINTANG.

Essen Bali

Fazit: Bali war eine überwältigende und sehr intensive Reise. Soviel Natur, Tempel und lachende Menschen. Nach dieser Reise wird mir stark bewusst, wie verschieden die Existenten auf dieser Welt doch sein können.

Weitere Fotoimpressionen meiner Reise:

Vulkan Bali

Bali Felder

Bali Einheimischer

Bali Reis

Bali Arbeiter

Bali Tempel

Bali Reisbauer

Bali Ananasanbau

Bali Vulkan

Affen Bali

 

Bali Tempelanlage

Bali Schulkinder

Balinese beim Gebet

Hausaltar

Balinese

Hochzeitsfeier Bali

Pura Besakih

Strandeingang Bali

Siehe auch: Reisebericht Thailand 

 

Ein Gedanke zu „Reisebericht Bali“

  1. WOW! Ich bin ja tatsächlich noch nie aus Europa rausgekommen, aber das muss sich ganz, ganz schnell ändern. Bali steht tatsächlich auch schon auf meiner Liste. Schon ganz früh stand es drauf, einfach weil es mich immer an Dschungelbuch erinnert hat, hihi. Aber mittlerweile reizt mich auch total die Kultur. Wenn ich deine Bilder sehe, bekomme ich direkt wieder Fernweh!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.