Rezept: Belgische Waffeln

Bevor wir die Kilos der vergangenen Festtage wieder abstrampeln, gibt es dieses Wochenende noch ein herzhaftes Rezept aus der belgischen Küche: ich backe die gute alte Belgische Waffel!

Kürzlich in den Straßen unserer Hauptstadt schlug mir der leckere Duft von frisch gebackenen Waffeln – den legendären Gaufres de Bruxelles – entgegen.

Seitdem habe ich mir fest vorgenommen noch einmal selbst zum Waffeleisen zu greifen. Wir Belgier unterscheiden zwischen der Lütticher Waffel und der Brüsseler Waffel.

In diesem Beitrag findet ihr beide Rezepte: 

Kurz nachdem das gusseiserne Waffeleisen auf den Markt kam, kreierte Maximilien Consael im Jahr 1856 die Brüsseler Waffel. Im Gegensatz zur Lütticher Waffel verwendet der Bäcker hier einen locker fluffigen Eierteig mit viel Buttergeschmack.

Zutaten für 8-10 kleine Waffeln:
2 Eier
250g Mehl
30g Kristallzucker
25cl Milch
25cl lauwarmes Wasser
12g Hefe
100g Butter
1 Prise Salz

Zutaten Belgische Waffeln

Zubereitung:

Butter in einen Kochtopf geben und bei niedriger Temperatur schmelzen. Danach vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
– 2 Eier und 25 cl lauwarmes Wasser mit einem Handrührer vermischen.
– 250g Mehl (durch ein Sieb), 30g Zucker und 1 Prise Salz einrühren.
– Die Milch wärmen, bis sie lauwarm ist und mit 12g Hefe vermischen.
– Die Milch mit Hefe unter den Teig rühren.
– Die geschmolzene Butter hinzugeben.
– Alles gut mit dem Handrührer vermengen bis dieser schön glatt ist.
– Die Schüssel abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.
– Nach 30 Minuten das Waffeleisen vorheizen und vor jedem Backgang mit Margarine einpinseln.
– Pro Brüsseler Waffel (pro Hälfte im Waffeleisen) ca. 5 Esslöfel Teig reingeben und ca. 3-4 Minuten backen.

Waffeleisen

Die Lütticher Waffel wurde der Legende nach im 18. Jahrhundert vom Koch des Fürstbischofs von Lüttich kreiert und gilt seitdem als Spezialität der Region.

Das Besondere an der Lütticher Waffel ist die unregelmässige Form und der Hagelzucker der beim Backvorgang im Waffeleisen karamellisiert. Die Waffel ist somit schon sehr süss und braucht eigentlich keine weitere Beilage mehr.

Zutaten für ca. 15 kleine Waffeln:
400 g Weizenmehl
160 ml lauwarme Milch
2 Eier
150 g Hagelzucker
50 g Zucker
1 Prise Salz
1/2 Tütchen Trockenhefe
100 g Butter, zimmerwarm
1 Vanilleschote, Mark

Mehl, Salz, Zucker (der Hagelzucker folgt erst ganz zum Schluss) und Trockenhefe zusammen in einer Schüssel vermischen. Eier, Butter und Vanillemark dazugeben. Die lauwarme Milch unter ständigem Rühren hinzugeben bis ein glatter Teig ohne Klümpchen entsteht. Den Teig 45 Minuten ruhen lassen, damit er aufgehen kann. Danach Hagelzucker in den Teig geben und Waffeleisen vorheizen. Das Waffeleisen vor jedem Backvorgang mit etwas Margarine einfetten. Kleine Portionen 5-10 Minuten im Waffeleisen backen.

Für beide Waffeln gilt:

Sie schmecken am besten warm.
Als Beilagen kann man Erdbeeren, Bananen, Marmelade, Sirup, Schlagsahne, heisse Schokolade oder wie hier Puderzucker verwenden.

Brüsseler Waffel

Bon appétit!

(Rezept gefunden bei: Tourismus Wallonie-Brüssel)

Silvester in Luxemburg

Es ist Silvestertag. Ich bin in Luxemburgs gleichnamiger Hauptstadt. Ich bleibe bis zum nächsten Tag in der Stadt und begrüsse das neue Jahr an der Place de la Constitution. Luxemburg ist in erster Linie Finanzplatz und beherbergt einige europäische Institutionen. Darüber hinaus hat Luxemburg eine geschichtsträchtige Altstadt und ist seit 1994 UNESCO – Weltkulturerbe.

Am Nachmittag unternehme ich eine Besichtigungstour durch die klirrende Kälte der Stadt. Ausgangspunkt ist der grosse Parkplatz Glacis, wo ich mein Auto gratis abstellen kann. Auf diesem Parkplatz findet jedes Jahr im August die Schuberfuer statt: eine der größten Volksfeste Europas mit Kirmesständen, Achterbahnen, einem Riesenrad und jede Menge Imbissbuden.

Direkt daneben liegt der schöne Stadtpark. Ein Drittel der Stadt ist grün: hübsche Gärten und Parks durchziehen die Hauptstadt. Ich gehe an einem Springbrunnen und einem grossen Piratenschiff aus Holz vorbei.

Park Luxemburg

Adolphe-Brücke
Nach 15 Minuten Fussmarsch durch den weitläufigen Park erreiche ich das erste Wahrzeichen der Stadt: die Pont Adolphe (Adolphe-Brücke) an der Avenue Marie Thérèse. Seit 1903 überragt die „Bréck“ (Brücke in Luxemburgisch) das Petruss-Tal. Am 23. Juni begehen die Luxemburger hier ihren Nationalfeiertag mit einem grossen Feuerwerk.  Aktuell ist die Brücke krank und braucht einen Verband. Sie wird zur Zeit für rund 63 Millionen € saniert.

Adolphe-Brücke Luxemburg

Gëlle Fra – Goldene Frau
Ein wenig weiter auf dem Place de la Constitution habe ich eine schöne Sicht auf die Adolphe-Brücke, das Tal und das Erinnerungsdenkmal Gëlle Fra. Die Goldene Frau wurde 1923 zum Gedenken an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Luxemburger Soldaten errichtet. Sie besteht aus einer vergoldeten Frauengestalt und einem schlanken Steinobelisk.  Heute ist die Gëlle Fra das Symbol für Freiheit und Widerstand der Luxemburger. Im Hintergrund erkenne ich die Kathedrale „Unserer Lieben Frau“, die 1613 errichtet wurde.

Gëlle Fra - Goldene Frau LuxemburgPlace Guillaume II
Links daneben gehe ich die Stufen zum Place Guillaume II hinauf. Der Platz – in Deutsch Wilhelmsplatz genannt – wurde nach Wilhelm II., König der Niederlande und Großherzog von Luxemburg, benannt. Wilhelm II. wurde mit einer grossen Statue ein Denkmal auf diesem Platz geschaffen.  Hier steht zur Zeit eine grosse Schlittschuhbahn umgeben von schönen Häuserfassaden und gemütlichen Cafés. Links davon gehe ich ins Tourist Info einen nehme mir einen neuen Stadtplan. Die freundliche Rezeptionistin erklärt mir unter anderem, dass das Tourist Info täglich geführte Wanderungen durch die Altstadt organisiert. Am Place Guillaume II. befindet sich zudem das Hotel de Ville, das Rathaus der Stadt.

Place Guillaume - Rathaus LuxemburgGrande Rue – Einkaufsstraße
Durch die Klenge Passage gehe ich einige Stufen runter über den Place des Armes, dem Paradeplatz zur Grande Rue: Luxemburgs Einkaufsstrasse. Viele Menschen sind hier und suchen wohl noch nach dem passenden Outfit für den Sprung ins neue Jahr. Die Geschäfte haben heute bis 16 Uhr geöffnet. Im Stadtzentrum sind von C&A bis Louis Vuitton alle möglichen Marken vertreten. Ich laufe die Grande Rue entlang in Richtung Rue du Marché aux Herbes, wo sich das Großherzogliche Palais befindet.

Grande Rue Einkaufsstrasse LuxemburgPalast des Großherzogs
Während in anderen Ländern Könige, Fürsten oder Präsidenten ein Land repräsentieren, übernimmt der Großherzog diese Rolle in Luxemburg. Seit dem Jahr 2000 ist Henri von Nassau der Großherzog von Luxemburg. Er gilt als einer der reichsten Monarchen Europas. Seine Stadtresidenz, in der Rue du Marché aux Herbes gelegen, hat eine wunderbare Fassade im Stil der flämischen Renaissance. Hiervor sehe ich einen ernsten Wachmann mit schwingender Hand und Gewehr auf- und abmarschieren.  Bei der Wachablösung grinsen zwei Soldaten sich an. Bei der Queen in London geht das was ernster zu. Im Sommer darf der Palast sogar besichtigt werden. Henri von Luxemburg verbringt die meiste Zeit auf seinem Landsitz, aber der Großherzogliche Palast im Stadtzentrum gilt als sein offizielles Heim.

Palast des Grossherzogs LuxemburgChocolate House
Mein Gesicht friert langsam ab. Zeit für eine Pause: Direkt gegenüber des Palastes befindet sich das Chocolate House by Nathalie Bonn. Im Erdgeschoss ist ein Shop, wo man Trinkschokolade, Pralinen usw. einkaufen kann. Auf der ersten Etage sitzt der Teesalon rappelvoll. Der kleine Raum ist mit Holzbalken und Kronleuchtern geschmackvoll eingerichtet. Ich ergattere den letzten Sitzplatz  und wärme mich mit einer warmen Milch mit Honig auf.

Alter Fischmarkt
Wieder aufgetaut geht es nun einmal um den Palast herum in die Rue de l’Eau. Hier sehe ich die Fassade des Palastes von der anderen Seite. Der abgelöste Wärter von vorhin wird gerade durch das grosse Tor rausgelassen.  Der Fischmarkt ist das historische Zentrum der Altstadt. Die Häuserfassaden sind sehr alt und zum Teil auch heruntergekommen. Versteckt in einer Ecke sehe ich ein altes Haus –Ilôt Gastronomique genannt – durch dessen Passage ich hindurchlaufe und viele kleine Restaurants sehe. Am Fischmarkt befindet sich auch die älteste Kneipe Luxemburgs aus dem Jahr 1691.
Fischmarkt LuxemburgJPGStadtteil Grund
Vom Fischmarkt gehe ich weiter in Richtung Grund. Ich erblicke nach fünf Minuten Luxemburgs Business-Plattform, den Kirchberg, am Horizont. 

Kirchberg Luxemburg

Auf dem Bock-Felsen befinden sich die freigelegten Reste des alten Schlosses des Luxemburger Adels. In den Bock-Kasematten kann man die unterirdischen Überreste der ersten Grafenburg, sowie unterirdische Befestigungsgänge besichtigen. In der archäologischen Krypta, das Vorzimmer der Bock-Kasematten, wird eine audiovisuelle Show zu den Ursprüngen der Stadt gezeigt. Diese ist in den Wintermonaten aber leider geschlossen.

Auf dem Chemin de la Corniche, auch der schönste Balkon Europas genannt, habe ich freie Sicht auf das Tal der Alzette, das Rham-Plateau und den Stadtteil Grund.
Bockfelsen Luxemburg

Silvesterabend:
Nach drei Stunden in der Kälte checke ich im Hotel Parc Belle-Vue mit Sicht auf das Petruss-Tal ein und mache mich startklar für den Silvesterabend. Ich gehe mit Freunden ins Restaurant ZanZen, wo alles – auch wir – in Black & Red dekoriert sind. Wir bekommen bis  Mitternacht ein 6-Gänge Menu serviert. Ein DJ sorgt für gemütliche Atmosphäre. Kurz vor Mitternacht laufen wir hinaus zur Brücke bei der „Gëlle Fra“. Die Stadt Luxemburg organisiert kein Feuerwerk, dafür darf jeder sein eigenes Feuerwerk anzünden. Wir beobachten das Spektakel mit gefühlten anderen 1000 Menschen von der Brücke aus. Nachdem wir 2015 willkommen geheissen haben, laufen wir zum  Rives de Clausen, der Partymeile Luxemburgs…

Na dann, frohes Neues Jahr! 🙂


Restaurants
In Luxemburg kann man sehr gut essen, vor allem ausländische Küche:

In der Rue du Nord, in der Nähe des Palastes, befinden sich viele gute Restaurants, wie z.B.:
Restaurant Pizzeria Onesto
italienische Küche
http://www.resto-onesto.lu

Chiggeri
bietet eine der grössten Weinkarten der Welt!
http://www.chiggeri.lu 

Celadon
thailändische Küche
http://www.celadon.lu

Weitere Empfehlungen:
Royal Bengal
sehr gute und bezahlbare indische Küche im einfachen Ambiente.
161, route de Longwy
L-1941 Luxembourg – Merl
www.royalbengal.lu 

Due Galli
feine italienische Küche, gehobenere Preisklasse.
71, Rue de Merl
L-2146 Luxembourg
http://duegalli.lu

ZanZen
gute Küche in chilliger Atmosphäre
27-29, rue Notre Dame
L – 2090 Luxembourg
http://zanzen.lu

Brideler Stuff 
gut bürgerliche Küche ausserhalb des Zentrums
1, rue Lucien Wercollier
L-8156 Bridel
http://www.bridelerstuff.lu

Weitere Blogartikel:
Ein Sonntagsspaziergang durch Brüssel
Leckeres Berlin
5 Tipps für Bonn

Thailand – 10 Jahre nach dem Tsunami

Im September habe ich 15 Tage auf der thailändischen Insel Phuket im Ort Khao Lak verbracht. Mit 810 km² ist Phuket Thailands grösste Insel und wird auch gerne „Die Perle der Andamensee“ genannt. Bemerkenswert sind die Einwohner Thailands: tief verwurzelt in ihrer Religion und immer ein freundliches Lächeln auf den Lippen.

In diesem Artikel zeige ich euch meine persönlichen Highlights der Reise und wie der Ort auch noch 10 Jahre später an den Tsunami erinnert.Ich fliege von Düsseldorf nach Abu Dhabi und von hier aus weiter nach Phuket. Die Anreise dauert mit Umsteigen ca. 15 Stunden.
Nach so vielen Stunden inklusive sechs Stunden Zeitverschiebung ist jegliches Gefühl für Zeit und Raum flöten gegangen. Ich bin ziemlich ko. Obschon im September Nebensaison in Thailand ist, herrscht bei der Einreisekontrolle ein heiteres Gewusel aus unterschiedlichsten Nationalitäten.

In Ebola-Zeiten wird hier besonders gründlich kontrolliert. Das erste Urlaubsfoto wird von den thailändischen Behörden gemacht, wo jeder Einreisende aufgefordert wird in eine Webcam zu grinsen. Danach fahre ich eine weitere Stunde in einem klimatisierten Minibus nach Khao Lak. Es ist dunkel und die Uhr im Bus zeigt 21 Uhr. Ich schaue aus dem Fenster und erkenne einige Palmen und viele Stromleitungen die beunruhigend tief hängen.

Im Hotel angekommen gönne ich mir erst mal zwei Tage Ruhe um mich an das Klima und den Rhythmus  der Thailänder zu gewöhnen.

Ko Phi Phi
Thailand Ko Phi PhiKo Phi Phi, das sind für mich kleine Inseln, soweit das Auge reicht, atemberaubende Felsen, türkises Wasser und weisse Strände.
Am dritten Tag mache ich meinen ersten Ausflug: Ko Phi Phi (Early Birds) mit dem Speedboot. Schon früh morgens – Abholung 6h30 am Hotel – geht’s los. Die Phi Phi Inseln sind eine Inselgruppe, die man nur mit dem Boot erreichen kann. Die Fahrt zur ersten Insel – Phi Phi Le – dauert etwa 1,5 Stunden. Selten habe ich einen so schönen Sonntagmorgen verbracht, wie hier auf thailändischer See. Die Sonne geht auf und es herrscht andächtige Stimmung an Bord des Schnellbootes.
Ko Phi Phi und vor allem die Maya Bay auf Phi Phi Le – früher noch als Geheimtipp gehandelt – sind durch Leonardo Di Caprio berühmt geworden. Im Jahr 2000 drehte er hier den Film The Beach.  Heute profitieren die Touristenführer und Geschäfte von dem Film-Hipe. Durch das ganze Brimborium war ich anfangs eher skeptisch und hatte schon befürchtet mit 1000 anderen Bauchtaschen-Touristen durch die Insel gepfercht zu werden. Daher habe ich die Formel Early Birds gewählt, damit ich vor dem Touristenstrom wieder weg bin.
Bereits um 9.00 Uhr morgens legt unser Boot an der Maya Bay an. Der Reiseführer erklärt, dass während des Tsunamis 700 Menschen auf dieser kleinen Insel  ums Leben gekommen sind. Es ist eine schreckliche Vorstellung, dass die Trauminseln damals komplett ausgespült wurden.
Von Phi Phi Le geht es dann weiter zu den anderen Phi Phi Inselchen. Die Hälfte des Ausflugs verbringen wir auf dem Wasser und können von Zeit zu Zeit zum Schwimmen oder Schnorcheln ins kühle Nass springen. Zwischendurch essen wir am weissen Sandstrand von Bamboo Island zu Mittag und gegen 16 Uhr steuern wir wieder den Hafen von Phuket an.
Thailand Ko Phi PhiTsunami – Museum
Khao Lak wurde vor genau zehn Jahren – am 26. Dezember 2004 – schwer vom Tsunami getroffen.Als ich zum ersten Mal am Hotelstrand sitze muss ich erst einmal schlucken, wenn ich mir vorstelle was hier passiert ist. Das Hotel gibt abgesehen von einem Rettungsplan keinerlei Informationen über den Tsunami. Niemand im Hotel spricht darüber. Hier scheint es, als hätte die Katastrophe nie stattgefunden. Dies wahrscheinlich um die Touristen nicht zu verängstigen.Nach einigen Recherchen finde ich aber heraus, dass das Hotel 2004 komplett von der Welle zerstört wurde und danach von Grund auf -unter einem neuem Namen – wieder aufgebaut wurde. 75 % der damaligen Hotelgäste haben den Tsunami nicht überlebt. Khao Lak war komplett verwüstet.
Khao Lak An den Tsunami erinnert ein sehr einfach gehaltenes Museum und der daneben liegende Memorial Park im Zentrum von Khao Lak. Im Museum lese ich im Erdgeschoss einige sachliche Erklärungen zur Entstehung eines Tsunamis und wie mithilfe der neuen Frühwarnsysteme künftig eine derartige Katastrophe vermieden werden kann. Auf der ersten Etage des Museums geht es dann zur Sache : in drei verschiedenen Räumen werden Videos vom Tag X gezeigt. In den ersten beiden Räumen sieht man Urlaubervideos, Zeugenaussagen und ein Hochzeitsvideo von einem Paar, dass am Vortag des Tsunamis geheiratet hatte. Im dritten Raum ist der Zutritt unter 18 Jahren verboten. Hier wird ein Video -einige Stunden nach der Killerwelle – von den Bergungsarbeiten, Verwüstungen und Leichenbergen gezeigt. Nichts für schwache Nerven! Ich selbst verlasse den Raum nach zehn Minuten mit einem Kloß im Hals.

Neben dem Museum befindet sich der Memorial Park. Hier können Hinterbliebene den Opfern gedenken. Beeindruckend zu sehen ist das Polizeiboot, das 2004 durch die Wucht der Flutwelle weit ins Hinterland gespült wurde. Dieses hat man zur Erinnerung an den Tsunami an diesem Ort stehen gelassen.

Khao Lak Tsunami Memorial Park

Phang Nga Bay

Thailand Phang Nga Bay DschunkeDas zweite Highlight meiner Thailandreise war ein sehr abwechslungsreicher Tag in der Bucht von Phang Nga. Mit einem japanischen Piratenschiff, der Segeldschunke, starte ich wieder vom Hafen Phuket. Das Wasser ist sehr ruhig, so dass ich die Bootsfahrt richtig genießen kann. Genau wie auf Phi Phi Le wird auch hier noch kräftig die Werbetrommel für einen uralten Film gerührt: Im Jahr 1974 (!!!) wurde hier James Bond – Der Mann mit dem goldenen Colt mit Roger Moore gedreht.

James Bond FelsenUnd so braucht man sich nicht zu wundern, dass sogar ein Felsen nach dem Filmheld benannt wurde. Ich besuche an diesem Tag also den legendären James Bond Felsen, ein Zigeunerdorf auf Stelzen im Wasser, fahre durch Mangrovenwälder und Kalksteinfelsen und beobachte unzählige Seeadler die wie verrückt übers Meer fliegen. Mein Highlight: Beim Schnorcheln im Korallenriff sehe ich Nemo unter mir schwimmen.

Thailand Phang Nga Bay

Elefantenreiten
Während eines Strandspaziergangs sehe ich einen Elefanten am Pool des Nachbarhotels stehen, den die Hotelgäste und vor allem deren Kinder anfassen dürfen. Vom Strand aus beobachte ich die Szene und bleibe während 5 Minuten mit offenem Mund davor stehen. Ein Elefant im Hotel??? Das gibt es auch nur in Thailand. An einem Samstagvormittag, zwei Tage vor meiner Abreise, beschliesse ich das Elefantenreiten auszuprobieren. Während einer Stunde sitze ich also auf dem Rücksitz von Elefantendame Mali und denke mir: Das ist verdammt hoch, aber macht totalen Spass! Die letzte halbe Stunde darf ich sogar selbst auf Malis Kopf sitzen und versuchen mit meinen Füssen die Richtung anzugeben. Die riesigen Ohren bedecken meine Beine und Füsse komplett. Ich habe nur Sandalen an und so kratzt der Dickhäuter ein wenig an den Füssen.

Nach diesem Ausflug bin ich noch mehr begeistert von diesen schlauen, riesigen und absolut liebenswerten Wesen. Übrigens erklärt der Elefantenführer, dass die die Elefanten nach dem Tsunami für die Bergungsarbeiten eingesetzt wurden.

Khao Lak Elefantenreiten


Fazit: Phuket ist eine Insel mit ergreifender Geschichte, atemberaubender Natur und tollen Menschen.

Tipp:
Für eine Reise nach Thailand sollte man bestenfalls 6 Monate vorher bei seinem Hausarzt nachfragen, welche Impfungen man benötigt. Abgesehen von einem gültigen Reisepass braucht man vorab nichts besonderes um in Thailand einzureisen.

Glühwein selbstgemacht!

Kürzlich habe ich auf dem Aachener Weihnachtsmarkt meinen ersten Glühwein für dieses Jahr getrunken. Die Tafel am Glühweinstand zeigte, dass es Glühwein in den verschiedensten Varianten gibt: weissen Glühwein, roten Glühwein, Glühwein mit „Schuss“, sprich mit Amaretto oder Rum. Neben dem Glühwein am Weihnachtsmarkt gibt es dann auch noch den fertig gepanschten Glühwein aus dem Supermarkt, der meiner Meinung nach viel zu süss ist.

Zeit also zur kalten Jahreszeit ein eigenes Glühweinrezept zu testen!
Ich stelle schnell fest, dass die Jagd nach den Zutaten länger dauert, als die Zubereitung des Glühwein selbst.

Hier die Zutatenliste:

Glühwein selbst machen

– 1 Liter Rotwein (Bordeaux)
– 50 ml Rum
– 4 Saftorangen
– 7 Nelken
– 1 Sternanis
– 2 Zimtstangen
– 50g brauner Kandiszucker

Wichtig ist es richtig guten Rotwein zu kaufen und keinen billigen Fusel. So kommt der Weingeschmack auch nach dem Erhitzen gut durch.
Zuerst gebe ich den Rotwein, den Rum,  die Nelken, den Sternanis, die Zimtstangen und die Hälfte des Zuckers zusammen in einen grossen Kochtopf.  Ich presse zwei Apfelsinen und gebe den Saft ebenfalls in den Kochtopf. Die anderen beiden Apfelsinen wasche ich, schneide sie in Scheiben und bedecke die Flüssigkeit damit.

Gluehwein selbstgemacht
Das Gebräu lasse ich bei kleiner Flamme während einer Stunde erhitzen. Wichtig ist, dass die Flüssigkeit nicht kocht.
Nach einer Stunde ist alles schön durchgezogen und es riecht köstlich nach Weihnachtsmarkt. Je nach Geschmack kann man nun noch Zucker hinzufügen. Damit man nicht auf eine Nelke beisst, ist es wichtig die Flüssigkeit mit einer Kelle aus dem Topf zu schöpfen, abzusieben und dann erst in ein Glas oder Tasse zu geben. Ich nippe an der Tasse und bin begeistert von diesem frischen Geschmack!

Mein Fazit also: schnell zubereitet und sehr lecker!

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Weitere Rezepte im Blog:
Smoothie mit Blaubeeren

Rezept: Smoothie mit Blaubeeren

Wer hat sie nicht, die Phasen, wo er einfach keine Butterbrote zum Frühstück mehr essen kann. Ich habe gerade eine solche Phase und bin auf den Smoothie-Trichter gekommen. Die sind nicht nur lecker , sondern auch gesund und bieten mir eine super Alternative zu meinem aufgetauten Graubrot.  Smoothies kann man natürlich in allen Möglichen Variationen machen – vorausgesetzt man hat einen Mixer. In diesem Artikel zeige ich euch wie man einen Blaubeer-Smoothie macht, den ich über die tolle App „Kitchen Stories“ gefunden habe.

Folgende Zutaten braucht ihr hierfür:

Blaubeersmoothie mit Banane, Orange, Mandeln, Jogurt und Haferflocken

Für 2 Personen:

250 g Blaubeeren
1 Orange
1 Banane
20 g Mandeln (in Stücken)
50 g Haferflocken
250g Naturjoghurt (3,8 % Fett)

Geräte:
Saftpresse
Mixer

Die Zubereitung ist total einfach:
Die Blaubeeren waschen und die Banane in Stücke schneiden. Beides mit den Mandeln, den Haferflocken und dem Naturjogurt in den Mixer geben. Die Orange pressen und ebenfalls hinzugeben. Das ganze mixen…

Blaubeer-Smoothie

Et voilà: ein leckeres Frühstück für den guten Start in den Tag.

Blaubeer-Smoothie
Weitere Rezepte im Blog:
Glühwein selbstgemacht