New York City #2 – SoHo, Greenwich Village & Chelsea

In meinem 2. Artikel über New York City erkunde ich – größtenteils zu Fuß – die Stadtviertel Greenwich Village, Meatpacking District und Chelsea.

Diese Stadtteile sind so ganz anders als Uptown: keine Wolkenkratzer, kein Straßen-Schachbrett, nicht so zugeknöpft, eine hippe und relaxte Atmosphäre inmitten von schönen rotbraunen Häusern mit prächtigen Treppenaufgängen.
Aber erst einmal Frühstück…
Zu einem New York-Besuch gehört natürlich auch ein traditionelles Bagel-Frühstück, was ich im Stadtteil SoHo (181 Grand Street) einnehme. An der Theke von BAZ BAGEL werde ich mit allen möglichen Fragen bombardiert: Vollkorn oder normal? Getoastet oder nicht? Welche Beilage? To go oder to stay??? Für mich bitte die Vollkorn-Variante mit Frischkäse, Ei, Lachs und Avocado to stay mit Kaffee (all you can drink). LECKER
Meine Tour startet in Greenwich Village, das Künstler- und Musikerviertel mit vielen Jazzbars. Für die Kenner: Das W von Greenwich wird nicht ausgesprochen und hört sich im Englischen nach „Grentisch“ an. 😉  Bei den New Yorkern heißt das historische Viertel auch einfach „Village“.Hier – südlich der 14th Street – ist es wie auf dem Dorf: ruhig, mit vielen einladenden Parks und Gärten.
Bis in den 60er Jahren lebten Künstler, Schriftsteller und Professoren der New Yorker Universität (NYU) in diesem Viertel. Heutzutage nur mehr die Reichen, die sich diese teure Wohngegend leisten können, wie z.B. Fernsehstars Sarah Jessica Parker und Julia Roberts.
Herzstück des Village ist der Washington Square Park: ein großer Platz mit vielen Grünflächen und dem Triumphbogen, der zu Ehren des ersten amerikanischen Präsidenten George Washington erbaut wurde.
Bei schönem Wetter ist der Washington Square Park einer der beliebtesten Orte der Stadt. In der Mitte plätschert das Wasser aus einer großen Fontäne, drum herum treffen sich Studenten von der benachbarten New York University, Familien, Musiker und Schachspieler. Ich habe das Glück ein kostenloses Saxophonkonzert bei strahlendem Sonnenschein im Park genießen zu können.
Wie die Taubenfrau bei „Kevin allein in New York“ gibt es hier einen Taubenmann, der sich selbst „The Birdman“ nennt. Auch er ist eine Institution des Washington Square Parks.
Im Village heißt es leben und leben lassen: so bilden die Christopher Street, Gay Street und der Christopher Park das Zentrum der homosexuellen Bevölkerung New Yorks mit vielen netten Bars und Geschäften.
Ganz in der Nähe befindet sich der High Line Park, eine der neusten Attraktionen der City. Dieser Park verläuft in 10 Metern Höhe auf einer stillgelegten Eisenbahnstrecke zwischen den Häusern New Yorks.
Genau verläuft die High Line ab Gansevoort Street im West Village weiter durch das Meatpacking District und Chelsea bis zur 34th Street. Perfekt für einen Spaziergang von ca. 30 Minuten bei schönem Wetter.
Kurzzeitig etwas verloren stehe ich mit meinem Stadtplan im Norden von Greenwich Village. Wie so oft hilft mir ein netter New Yorker Bewohner auf die Sprünge und erklärt mir den Weg zum Aufgang des Parks.
In der Gansevoort Street gelange ich über einige Treppenstufen hinauf auf die Trasse des High Line Parks. Ich sehe links von mir den Hudson River und rechts die alten Häuser aus „brownstone“, die typisch für das hier beginnende Stadtviertel Meatpacking District sind.
Da es sich bei der High Line um eine alte Eisenbahnlinie handelt, ist der Park eher lang als breit. Gärtner betreuen die Anlagen mit heimischen Pflanzen und Gräsern.
Viele Menschen treiben sich hier herum und versuchen u.a. eine Holzliege zu ergattern um die letzten Strahlen der Nachmittagssonne zu genießen. Andere wiederum lauschen den Geschichten der bunten Katzenmeerjungfrau.
Das Meatpacking District war früher bekannt für seine Schlachthöfe, Drogendealer und Prostituierte. Heute ist das Stadtviertel bei Stars und Designern total angesagt. Auch Google hat hier seinen Sitz.
Der Spaziergang auf der High Line führt mich zu einem weiteren Highlight im Meatpacking District: dem Chelsea Market. Die historischen Markthallen aus dem Jahr 1890 erstrecken sich über einen ganzen Wohnblock und ziehen sowohl Gourmet- als auch Architekturfans an.
Der Markt beherbergt edle Shops, feine Restaurants und Delikatessenläden aus der ganzen Welt. Das perfekte Ausflugsziel auch wenn das New Yorker Wetter mal nicht mitspielt.

 

siehe auch weitere Artikel aus der New York Serie:
New York City #1 – Downtown
– New York City #3 – Midtown
– New York City #4 – Upper East Side & Central Park
– New York City #5 – Harlem & Bronx

New York City #1 – Downtown

Eine Woche New York und du hast die Welt gesehen bzw. du bist vom ganzen Laufen total erledigt. Meine erste USA-Reise und mein Wunsch endlich einmal New York City zu sehen hat sich dieses Jahr erfüllt. Während einer Woche habe ich die verschiedenen Viertel der nicht schlafenden Stadt entdeckt. In einer Reihe von insgesamt 7 Artikeln teile ich meine Erfahrungen mit euch und schreibe über meine Entdeckungen, die ich am Big Apple gemacht habe.

Ich starte mit dem südlichen Teil Manhattans, auch Downtown oder Lower Manhattan genannt. Direkt ein sehr vielseitiges und mit das bekannteste Viertel von New York, wo sich u.a. die weltbekannten Wolkenkratzer der Wallstreet befinden.

Battery Park
Am frühen Morgen fahre ich mit der Subway bis zur Station „Bowling Green“. Hier ist noch alles ruhig. Der Battery Park liegt still und friedlich vor mir. Eine frische Brise weht durch das Gras. Ich spaziere durch den Park bis zum Ufer des Hudson Rivers. Im Morgennebel mache ich in der Ferne die Freiheitsstatue aus und sehe die Fähren, die in Richtung Staten Island, Liberty Island und Ellis Island schippern.
Staten Island Ferry
Eine tolle Erfahrung und sehr zu empfehlen ist die kostenlose Überfahrt mit der Staten Island Ferry, die eine ganz neue Perspektive bietet.
Wer sich hinten auf die Fähre stellt, kann die Skyline von Manhattan, die Einwandererinsel Ellis Island, sowie Liberty Island mit der Freiheitsstatue bewundern. Die Überfahrt dauert ca. 20 Minuten und die Wartezeit ist relativ kurz. Für die Hin- und Rückfahrt sollte man 1 Stunde Zeit einplanen. Hierfür am besten einen klaren Tag auswählen, damit man optimale Sicht hat. Ellis Island
Anfang des 20. Jahrhunderts kamen die Einwanderer in der Neuen Welt an und suchten hier ihr Glück. Zeitzeugen sind viele historische Gebäude, aber auch die Einwandererinsel „Ellis Island“, der erste Checkpoint für die Einwanderer. Diese Insel erreicht man mit der Fähre ab Battery Park und kann hier das Einwanderermuseum besuchen.
Lady Liberty – Freiheitsstatue
„Man kann da vorn schon die Freiheitsstatue sehen, ganz klein natürlich“: dieses Zitat aus Titanic hat sich für mich bestätigt. Die Freiheitsstatue ist nicht soooo groß und imposant wie erwartet. Dennoch natürlich ein Highlight der Reise das Wahrzeichen New Yorks einmal aus nächster Nähe zu sehen.  Es besteht sogar die Möglichkeit Halt auf Liberty Island zu machen, in die Statue hinein und bis zur Krone hinaufzugehen.
Wallstreet
Wieder auf der Insel Manhattan angekommen, liegt die Wallstreet nur einen Steinwurf entfernt.
Die weltweit bekannten Wolkenkratzer stehen für das finanzielle Zentrum New Yorks.
Die Wallstreet ist eigentlich eine kleine schmale Straße im Süden Manhattans; gilt aber mit der Börse, den Banken und Anlageberatungsfirmen als Zentrum der Macht. Je mehr ich mich der Straße in Richtung Börse nähere umso mehr wimmelt es von Touristen.
New York Stock Exchange
Vor der Börse in der Wallstreet halte ich kurz die Luft an. Hier fällt ein Fotograf fast über den anderen. Klar, die New York Stock Exchange ist genau wie die Freiheitsstatue oder das Empire State Building ein absolutes Muss auf der To Do – Liste eines jeden New-York Touristen.
Das Gebäude des Stock Exchange wurde 1903 eröffnet und bildet mit den gigantischen Säulen den Mittelpunkt des Finanzdistriktes.
Trinity Church
Zwischen den Wolkenkratzern versteckt sich die Trinity Church. Neben den Büroriesen sieht die Kirche winzig und unscheinbar, ja sogar etwas deplaziert aus. Doch halt, sie war als erstes da! In einer kaum vorstellbaren Zeit, wo es noch keine Hochhäuser gab, diente die Trinity Church als Orientierungspunkt für in New York eintreffende Schiffe.
Ground Zero
Downtown ist neben dem Finanzzentrum auch der Ort, wo am 11.9.2001 der Anschlag auf die Zwillingstürme verübt wurde.
Das Denkmal zum Gedenken der Opfer von 9/11 ist ein ergreifender Ort, wo Stille einkehrt. Denn dort wo die Zwillingstürme standen, sehe ich nun große tiefe Becken in die von allen Seiten Wasser einfällt. Am Beckenrand sind die Namen der Opfer des Anschlages verewigt. Hier und da stecken weiße Rosen neben den Namen.
The One
Direkt neben dem 9/11 Denkmal schießt das „One World Trade Center“ wie eine Rakete in den Himmel. The One ist der symbolische Ersatz für die Zwillingstürme und gilt mit 541 Metern als das größte Gebäude der westlichen Welt.
Auf dem Observation Deck im 100. Stock können Besucher die Aussicht auf die Stadt genießen.
City Hall & Municipal Building
In einem kleinen Park mit Springbrunnen mache ich eine kleine Pause. Vor mir türmt sich die imposante City Hall und das benachbarte Municipal Building auf. Hier sind der Bürgermeister und die Stadtverwaltung New Yorks zu Hause. Auf dem Dach überblickt die „Civic Fame“ die Stadt. Diese Steindame hält als Symbol für die fünf Stadtteile New Yorks (Manhattan, Brooklyn, Queens, Bronx & Staten Island) eine fünfzackige Krone in der Hand.
Chinatown
Mitten auf einer großen Kreuzung steht die Bronzestatue des alten chinesischen Gelehrten Konfuzius. Hier beginnt Chinatown.
Was früher als gefährliche Gegend galt, riecht jetzt nach exotischen Speisen, ist quirlig und bunt. Ein Tourguide erklärt mir, dass es in und um die Canal Street in Chinatown Legales und auch nicht so Legales zu kaufen gibt.
Ein kleine Kuriosität: In den Parks von Chinatown beobachte ich viele chinesische Frauen beim Kartenspiel. Laut Reiseführer ist dies ein fester Treffpunkt für die chinesischen Damen. Die Herren schauen lieber nur zu…
Little Italy
Von Little Italy ist nur mehr eine touristische Straße mit einigen überteuerten Pizzerien und Eisdielen übrig geblieben. Im Vergleich zum benachbarten Chinatown also nicht von großer Bedeutung.
Das wahre Little Italy befindet sich schon länger nicht mehr in Downtown, sondern im nördlichen Stadtteil der Bronx, rund um die Arthur Avenue.

 

siehe auch weitere Artikel aus der New York Serie:
– New York City #2 – Soho, Greenwich Village & Chelsea
 New York City #3 – Midtown
– New York City #4 – Upper East Side & Central Park
– New York City #5 – Harlem & Bronx

72 Stunden in Dublin

Dublin/ Irland: hier habe ich drei tolle und sehr abwechslungsreiche Tage verbracht. Von Shopping über eine Bergwanderung bis zum Fischrestaurant an der irischen Küste war alles dabei.

In diesem Artikel zeige ich euch die Highlights von Dublin, inklusive der besten Ausflugsziele und Frühstückslokale der Stadt.
Tag 1
Mit Ryanair lande ich am Dubliner Flughafen, der nur eine 30-minütige Busfahrt vom Zentrum entfernt ist. Ich checke in mein Airbnb in der Parnell Street ein, von wo aus ich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreiche.

Der Fluss Liffey teilt die Stadt in einen Nord- und Südteil. Zahlreiche Brücken verbinden diese beiden Stadtteile, die zum Spazieren einladen und Dublin zu einer charmanten Stadt machen. Die wichtigste Hauptachse der Stadt bildet das Trio aus O‘ Connell Street, Grafton Street und Harcourt Street mit vielen Geschäften und Sehenswürdigkeiten.

Ich starte meine Entdeckungstour auf der O‘ Connell Street, wo Studenten Tagestickets für Bustouren durch Dublin anbieten und springe spontan in den grünen Doppeldeckerbus um mir einen ersten Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zu verschaffen.
Der Bus hält an allen bekannten Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel der St. Patricks Cathedral, der renommierten Universität Trinity College (siehe Foto), dem Guinness Storehouse oder der Old Jameson Distillery. Der Bus fährt auch außerhalb des Stadtzentrums: durch Dublins Vororte und vorbei an dem großen Fußballstadion.  Da die Sonne scheint steige ich an der Haltestelle „Phoenix Park“ aus, wo ich einen ausgiebigen Spaziergang mache und den Dubliner Zoo von außen bewundern kann.
Busfahrer Harry ist so in seiner Rolle drin, dass er den ganzen Bus – Menschen aus allen Ecken der Welt – zum Lachen bringt. Er erzählt im Gruselton die Geschichte von Draculaaaaaa, – dessen Erfinder (Bram Stoker) Dubliner war –  und singt fröhlich das Lied von „Sweet Molly Malone“, der schönen Dubliner Fischhändlerin, die ihr eigenes Denkmal an der Grafton Street hat. Dieses irische Volkslied ist die inoffizielle Hymne von Dublin und kann am Ende unserer Bustour jeder mitsingen.

Tag 2
Zum Start in den Tag gibt es erst einmal ein ausgiebiges Frühstück bei Avoca in der Suffolk Street.  Nicht wundern, denn es handelt sich hier eigentlich um ein Einrichtungsgeschäft in der Innenstadt, wo sich in der oberen Etage ein Restaurant befindet. Der Laden liegt in der Querstraße zur Grafton Street, der berühmten Einkaufsstraße von Dublin und eignet sich somit auch perfekt als Startpunkt für einen Shoppingtag. Von dem Frühstück bei Avoca schwärme ich jetzt noch. Hausgemachte Kuchen, Pancakes mit frischen Früchten oder auch ein herzhaftes English Breakfast von bester Qualität, einfach lecker!
Gut gestärkt starte ich nach dem Frühstück mit dem Bus ab dem städtischen Park St Stephen’s Green zu einem Wanderausflug in den Wicklow National Park nach Glendalough. Mit dem Bus fahre ich ca. 1 Stunde in Richtung Süden. Der Wicklow National Park ist der größte der sechs irischen Nationalparks. Auch wenn die Wolken tiefgrau über den Bergen hängen, entscheide ich mich für die große Wanderung von ca. 3-4 Stunden. Wenn ich schonmal da bin…
Die Wanderung führt um einen großen See herum, durch einen weitläufigen Wald. Ich klettere über Stock und Stein den Berg hinauf. Kleine Bachläufe und Wasserfälle plätschern an mir vorbei.
Nach ca. 2,5 Stunden – überglücklich an der Bergspitze angekommen – fängt es an wie aus Eimern zu schütten. Weit und breit ist keine Hütte oder Unterstellplatz in Sicht und somit besteht auch keine Chance die Wanderung abzubrechen. Ich bin der Kraft der Natur hoch oben auf dem Wicklow Mountain ausgeliefert und muss nun über glitschige Holzstege im strömenden Regen weiterlaufen. Nach 1,5 Stunden (gefühlte 10 Stunden) erreiche ich klitschnass und bis auf die Knochen durchgefroren den Busparkplatz.
Dennoch, die wunderschönen Aussichten haben sich auch bei Regen gelohnt und ich würde die Wanderung direkt wieder machen. Es war eine fantastische Erfahrung.
Nach der Rückkehr in Dublin esse ich klassisches Fish & Chips im berühmten Restaurant von Leo Burdock zu Abend.

Tag 3:
Mein letzter Tag in Dublin bricht an. An diesem schönen Sonntagmorgen frühstücke ich bei Sophie’s in der Harcourt Street: ein Restaurant im Glaskasten auf der obersten Etage des Hotels The Dean Dublin. Während eines ausgezeichneten Frühstücks genieße ich den 360° Panorama Blick über die Stadt.
Heute möchte ich ans Meer und fahre ca. 30 Minuten mit dem Zug bis nach Howth. Dieses malerische Fischerdörfchen ist ideal für einen Sonntagsspaziergang an der Küste. In Howth ist alles klein und schnuckelig.
So auch das Lokal Octopussy’s Seafood and Tapas am West Pier, ein kleines Fischrestaurant mit hohen Tischen & Lichterketten, wo ich den besten Fisch meines Lebens gegessen habe. Der Fisch ist natürlich fangfrisch. Dank der Tapas-Formel kann ich verschiedene kleine Gerichte ausprobieren.
Mein Besuch in Dublin neigt sich langsam dem Ende zu. Ich kann die Stadt natürlich nicht verlassen ohne die Guinness Brauerei gesehen zu haben. Mit dem Zug fahre ich zurück in die City.
Die Besichtigung des Guinness Storehouse (St. James’s Gate – Dublin 8)  mit abschließender Verkostung in der Gravity Bar  ist ein absolutes Muss für jeden Dublin-Besucher.  Die Brauerei ist zwar sehr touristisch angehaucht, dafür ist ein Rundgang mit einem Audio-Guide sehr interessant und am Ende wird man mit einem Blick über die Skyline von Dublin belohnt.
Zu guter Letzt und sozusagen zum krönenden Abschluss meiner 72 Stunden in Dublin besuche ich den Irish-Pub The Old Storehouse im Ausgehviertel Temple Bar mit toller Livemusik und sehr freundlichen Menschen.
Fazit: Dublin hat mich positiv überrascht: gemütliche Stadt, abwechslungsreiches Sightseeing-Programm und sehr gutes Essen.

Mit Dank an Lucas & Maxime für die tollen Tipps! 😉


Super Restauranttipps für Dublin und alle selbst getestet :

Jo Burger
4/5 Castle Market
Dublin 2
http://www.joburger.ie/joburgertown

Avoca
11-13 Suffolk Street
Dublin 2
https://www.avoca.com/explore/our-cafes/suffolkstreetcafe/

Leo Burdock
Fish & Chips Restaurant
4 Crown Alley/ Temple Bar
Dublin 2
http://www.leoburdock.com/

Sophie’s
33, Harcourt Street
Dublin
http://sophies.ie/

Octopussy’s Seafood Tapas Restaurant
West Pier
Howth
CO Dublin
http://octopussys.ie/

The Old Storehouse Bar & Restaurant
Crown Alley, Temple Bar,
Dublin 2
https://theoldstorehouse.ie/

 

Städtetrip nach München

Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal überhaupt München besucht: eine sehr grüne, gemütliche Stadt mit beeindruckenden Prachtbauten und Flaniermeilen.
München ist einerseits traditionell: nach dem Motto „a jedem Eck a Gaudi“ steht da das Hofbräuhaus, an jeder zweiten Ecke gibt’s einen Biergarten. Das Essen ist deftig und wird – genau wie das Bier – immer in großen Portionen serviert.
Andererseits ist München hipp, modern und modebewusst mit einem ganz eigenen Lifestyle, sozusagen die bayerische Version von Düsseldorf.
Vom Flughafen erreiche ich nach einer 30-minütigen Fahrt mit der Straßenbahn den Hauptbahnhof im Stadtzentrum. 3 Tage in der Stadt. Das ist der Plan.
München hat ein flaches Relief, daher kann man die Stadt sehr gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad entdecken. Auch das U-Bahn Straßennetz ist sehr gut ausgebaut. Die Tramlinien 16 und 18 verlaufen von Ost nach West und somit quer durchs Zentrum: eine gute Alternative die Stadt bei Regenwetter zu entdecken.thumb_IMG_2515_1024

Der Marienplatz ist Puls der Stadt und der wohl bekannteste Platz im Zentrum. Täglich findet hier 2-3x am Tag ein Glockenspiel am neuen Rathaus statt. Eine Attraktion für jeden Super-Touristen. Der autofreie Marienplatz hat eine eigene U-Bahn Station und ist somit idealer Ausgangspunkt für eine Besichtigung der Altstadt.thumb_IMG_2518_1024

Schloss Nymphenburg
München ist voll von großen herrschaftlichen Bauten. Eine davon ist das Schloss Nymphenburg nördlich des Stadtzentrums. Erbaut von 1664 bis 1757, diente das Schloss den bayerischen Herrschern als Sommerresidenz. Bei meiner Ankunft beobachte ich die eleganten Schwäne, die im Schlosskanal vor sich hin treiben und bestaune die 700m lange Front der barocken Schlossanlage.thumb_IMG_2542_1024Hinter den Gebäuden befindet sich der Schlossgarten mit den Gewächshäusern.  In diesem weitläufigen und noch dazu öffentlichen Park kann es gut sein, dass Sportstars wie Philipp Lahm vorbei joggen. Ein Besuch des Schloss Nymphenburgs lohnt sich auch im Winter. Denn sobald der Schlosskanal vereist ist, entsehen hier 40 Bahnen zum Eisstockschießen (sehr verbreiteter Volkssport im Alpenraum).  Die Räume im Schloss können besichtigt oder für Veranstaltungen gemietet werden.thumb_IMG_2568_1024

Der Olympiapark ist ein weitläufiges Gelände bestehend aus großen Grünflächen, dem Olympiasee, sowie Gebäuden verschiedenster Architekturarten. Errichtet wurde der Park speziell für die Olympischen Spiele in 1972. Oft finden hier Veranstaltungen wie Konzerte oder Public Viewings statt. Der Park eignet sich perfekt für einen Spaziergang oder eine kleine Radtour.thumb_IMG_2583_1024Direkt neben dem Olympiapark befindet sich das Sea Life Museum und das architektonisch beeindruckende BMW Museum.thumb_IMG_2570_1024

Der Englische Garten ist die grüne Lunge Münchens an der Isar. Mit der U-Bahn fahre ich zum Odeonsplatz und gelange von hier aus vorbei an der bayerischen Staatskanzlei direkt in den Englischen Garten. Ich spaziere in Richtung Wasser, wo Surfer versuchen die berühmt berüchtigte Eisbachwelle zu bezwingen.thumb_IMG_2616_1024Weiter geht’s zum Chinesischen Turm, der schon etwas in die Jahre gekommen ist. Bei Sonnenschein ist der Biergarten am Turm dafür umso beliebter. Nach einem ausgiebigen Spaziergang im Englischen Garten flaniere ich weiter zur Leopoldstraße. Auf diesem großen Boulevard findet man viele Cafés und Restaurants, wie zum Beispiel das gemütliche Lokal „Cadu, Café an der Uni“. thumb_IMG_2626_1024

Das Lenbachhaus, eines der vielen Münchener Museen hat es mir besonders angetan.
Das Gebäude – mit seinen großen hellen Räumen und einem schönen Innengarten – ist sehr einladend. Das Museum wurde in 2013 nach einer 4-jährigen Renovierungsphase neu eröffnet und zeigt vor allem moderne Kunst des letzten Jahrhunderts. Am bekanntesten und auch sehr sehenswert ist die Ausstellung des „Blauen Reiter“, eine der bedeutendsten Künstlergruppen zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit u.a. August Macke und Wassily Kandinsky.  Eintritt:10 €.thumb_IMG_2674_1024

Umgeben von vielen Kirchen liegt der Viktualienmarkt direkt neben dem Marienplatz und ist Münchens größter und ältester Lebensmittelmarkt. An kleinen Ständen bieten die gestandenen Münchener Originale einheimische und exotische Waren an.
thumb_IMG_2708_1024Valentin Karlstadt – Musäum
Diese Schreibweise lässt schon leichte Verrücktheit erahnen. Wer also für nur 2,99 € etwas Skurriles und Lustiges sehen möchte, ist im Valentin Karlstadt-Musäum – im Turm des Isartors – genau richtig.thumb_IMG_2734_1024Während meines Rundgangs stelle ich fest, dass an Karl Valentin eigentlich nichts normal war. Er lebte von 1882 – 1948 und war zugleich Komiker, Filmemacher und Volkssänger. Die Musäums-Website lockt die Besucher wie folgt: „Treffen Sie ein Universalgenie. Als grotesk-komisches Gesamtkunstwerk bleibt er einzigartig und bis heute unerreicht: Karl Valentin.“
Gezeigt werden persönliche Dokumente, Briefe, Zitate („Die Zukunft war früher auch besser!“), Fotos und Videoaufnahmen von Karl Valentin und seiner Gefährtin Liesl Karlstadt.
Das urgemütliche Turmstüberl unterm Dach – ein kleines einfaches Restaurant – ist der krönende Abschluss des Museumsbesuches. Übrigens: Senioren über 99 Jahren haben in Begleitung ihrer Eltern freien Eintritt. Gut zu wissen!
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Neben dem durchgetakteten Sightseeing-Programm empfehle ich unbedingt eine Auszeit zum Shopping. München bietet sich dafür ganz besonders gut an. In einer ganz entspannten und melodiösen Atmosphäre starte ich meine Shoppingtour in den Stacchus Passagen quasi im Untergeschoss des Karlsplatzes. thumb_IMG_2509_1024Am Marienplatz gehen die Kaufinger- und Neuhauserstraße ab, beides große Straßen mit den bekannten Geschäften, aber auch mit alteingesessenen Traditionshäusern, wie dem Männerausstatter Hirmer. In den Passagen „5 Höfe“ lohnt sich allein schon wegen der Architektur der Besuch. Natürlich sollte man die Maximilianstrasse auch unbedingt mal gesehen haben, hier gilt aber: Shopping nur mit fremder Kreditkarte.
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Weitere Tipps:
Hotel:
Art Hotel München
Paul-Heyse-Str. 10
D- 80336 München
http://www.arthotelmunich.com/
Kleines Hotel mit modernen Zimmern in der Nähe des Hauptbahnhofs und der Theresienwiese (Veranstaltungsort: Oktoberfest)

Restaurant:
Cadu, Café an der Uni
Ludwigstraße 24
D-80539 München
Alternatives Studentenflair. Das Essen ist frisch und lecker.
http://www.cadu.de/

Weitere Fotos:
Werbetafel für die Sammlung „Blauer Reiter“ im Lenbachhausthumb_thumb_IMG_2643_1024_1Buntes Treiben am Karlsplatzthumb_IMG_2502_1024Karlstor hinter dem Karlsplatz: Einlass zur Shopping- und Flaniermeilethumb_IMG_2503_1024Tafeln am Viktualienmarktthumb_IMG_2706_1024Statue an der Ludwigsstraßethumb_IMG_2624_1024Schwäne am Schloss Nymphenburgthumb_IMG_2546_1024Biergartenstimmung in Münchenthumb_IMG_2526_1024

Zu Besuch auf einem französischen Weingut

Freitag. Sonnenschein. Der Geruch von Sommer liegt in der Luft. Ein liebevoll gedeckter Tisch erwartet mich im südfranzösischen Ort Villecroze, zwischen Salernes und Draguignan gelegen.

Zur Mittagszeit besuche ich das Weingut „Château Majoulière“ der belgischen Weinbauern Béatrice und Stefan.

Chateau de Majouliere - WeingutIn 2007 erfüllten die beiden sich ihren Traum vom eigenen Weingut. Stefan, eigentlich Chirurg im Krankenhaus von Mol (B) hat sich gemeinsam mit seiner Frau Béatrice eine Nebenexistenz als Winzer in Südfrankreich aufgebaut. Ihr Ziel: Zukünftig ganz vom Weingeschäft leben.
Chateau de Majouliere  - VerkaufsraumIhre Geschichte:
Das Paar war mit ihren beiden Söhnen auf Spanienurlaub, wo es aber nur geregnet hatte. Nach einem Blick auf die Wetterkarte entschied Stefan kurzerhand die letzte Ferienwoche im sonnigen Luberon in der Provence (F) zu verbringen. Von diesem Ort verzaubert, kaufte sich die Familie dort ein Ferienhaus. Freunde und Bekannte kommen regelmäßig zu Besuch. Jeden Tag trägt Stefan viele leere Weinflaschen zum Glascontainer. Er denkt sich: „Ein Ferienhäuschen mit einem Hektar Weinreben zum Eigengebrauch wäre schon toll: So könnte ich meinen eigenen Wein für meine Freunde produzieren.“

Schlussendlich hat die Familie Rehen-Van Baelen ein Weingut mit 12ha Weinreben gekauft. Die Gebäude des neugetauften „Château Majoulière“ waren anfangs in einem sehr schlechtem Zustand, dafür waren die Weinpflanzen von Topqualität.

Als Chirurg hat man natürlich nicht unbedingt Ahnung, wie Wein angebaut wird. Für Stefan aber absolut kein Hindernis sich in Fachliteratur zu stürzen und Önologen auszuquetschen, bis er genug wusste, um seinen eigenen Wein herzustellen.

Der Vorbesitzer des Weingutes hat Flaschen in Massen produziert. Leider litt die Qualität des Weines auch sehr darunter. Die Reben hingen über und über mit Trauben.  Stefan und Béatrice hingegen wollten von Anfang an Wein von hoher Qualität produzieren. Sie entzweigen ihre Reben sorgfältig bis auf zwei Zweige, damit die Trauben genug Platz haben und somit gut reifen können. Mit dieser Vorgehensweise haben sie schon viele Medaillen eingeheimst.
Chateau de Majouliere - Winzer StefanBei einem Rundgang durch das Weingut lebt Stefan richtig auf. Seine Augen strahlen, wenn er vom Weinanbau berichtet. Wer denkt das Ehepaar lehne sich den ganzen Tag gemütlich zurück und lebe wie Gott in Frankreich, hat sich getäuscht. Denn wie ich heute erfahre, steckt eine Menge Arbeit hinter dem Weinanbau. Das Ehepaar führt alles in Eigenregie durch: Von der Produktion über das Marketing bis hin zum Verkauf. Um alles unter Kontrolle zu halten jetten die beiden einmal im Monat zu ihrem Weingut nach Villecroze.Chateau de Majouliere - WeinfässerDas Weingut gehört zur „Appelation des Coteaux Varois“. Sowohl der Rotwein als auch der Weißwein reift in Eichenfässern.
Chateau Majouliere - WeinprobeStefan und Béatrice stellen fünf verschiedene Sorten Rotwein her. Der erste Rotwein und zugleich der teuerste im Angebot „Cuvée Béatrice“ hat schon zahlreiche Medaillen gewonnen. Daneben stellen sie noch einen Rosé und einen Weißwein her. Der Preis einer Weinflasche aus dem „Château Majoulière“ liegt zwischen 6€ und 15€.Chateau Majouliere - VerkaufsraumPro Jahr verkauft das Winzerpaar 35 000 Flaschen an Privatpersonen. Sie verkaufen ihren Wein sowohl im eigenen Laden auf dem Weingut als auch in Belgien, privat oder auf Weinmessen. Den Laden betreibt eine südfranzösische Angestellte. Alle Messen stemmt das Ehepaar alleine.Chateau de Majouliere - WeinkisteDer Name „Majoulière“ bedeutet auf alt Provenzalisch „Weinstock“ oder „Weingarten“.
Chateau de Majouliere - Stefan und BéatriceNach 5 Stunden vor Ort verabschiede ich mich von den beiden.

Danke Stefan und Béa für den sehr schönen Nachmittag.

Adresse in Frankreich:
Château de Majoulière
1242 Route de Draguignan
F – 83690 Villecroze

Adresse in Belgien:
Beatrice en Stefan Reher – Van Baelen
Ispralaan 59
B – 2400 Mol

Website: http://www.chateaudemajouliere.fr