New York City #4 – Upper East Side & Central Park

Die Upper East Side mit dem weitläufigen Central Park nebenan ist das Viertel der wohlhabenden New Yorker: tolle Villen, große Alleen und schöne Seitenstraßen. Viele der Häuser werden als kulturelle Institutionen, Botschaften, Museen und Schulen genutzt.

Hier an der Madison, Park und 5th Avenue muss sich niemand Sorgen um Geld machen, denn jedes Klischee wird bedient: der Concierge hält die Tür zum luxuriösen Appartement-Haus auf, reiche Ehefrauen geben ihr Geld in Designerläden für teure Handtaschen aus und lassen sich dann anschliessend vom Chauffeur zum Lunch fahren.

Ich flaniere durch diese wunderbare Gegend und beschreibe meine Eindrücke in Artikel Nr. 4 meiner New York – Reihe. In den 30er Jahren ließ John D. Rockefeller über 200 Häuser abreißen um die Stadt in der Stadt zu bauen: das Rockefeller Center. Dies sind 14 Wolkenkratzer, die einen Bürokomplex mit Promenaden im Art-Déco Stil bilden. In der Adventszeit werden hier jedes Jahr die Schlittschuhbahn und der imposante Weihnachtsbaum aufgebaut.
Im Hauptgebäude des Rockefeller Centers hat man von der Aussichtsterrasse Top of the Rock in der 70. Etage einen spektakulären Blick über die Stadt, vor allem auf das Empire State Building und – an der anderen Seite – über den Central Park (siehe Titelbild).
Nur fünf Gehminuten vom Rockefeller Center entfernt entdecke ich die überwältigende St. Patricks Cathedral, die inmitten der Wolkenkratzer an der 5th Avenue steht. Sie ist die größte Gotik-Kathedrale der Vereinigten Staaten.
Nach 10 weiteren Minuten zu Fuß in Richtung Norden stehe ich vor dem berühmten Plaza Hotel, wo auch schon Crocodile Dundee übernachtet hat. 😉 Das Luxushotel wurde in 1907 eröffnet und hat seither unzählige Berühmtheiten empfangen.
Direkt vor dem Plaza Hotel befindet sich der Eingang zu Manhattans größtem Park.
Der Central Park ist New Yorks Ruheoase. Hier kommen die Einheimischen sonntags hin um die Seele baumeln zu lassen. Ich greife aufgrund der Größe von 340ha zum Fahrrad um den Park zu erkunden. Der Radverleih befindet sich nördlich und südlich des Central Parks. Wie in unzähligen Filmen zu sehen, bietet der Park vielseitige Kulissen, die ich während meiner 3-stündigen Radtour erkunde. So zum Beispiel:
Eine Baletttänzerin vor einem Brunnen mit tollem Wasserspiel.
Der großangelegte See „Jacqueline Kennedy Onassis Reservoir“.
Oder aber: Romantische Brücken mit Bootfahrern.
Parallel zum Central Park verläuft ein Teil der 5th Avenue, der auch „Museum Mile“ genannt wird. Zu den berühmtesten gehören das Museum of Modern Art – kurz MoMa, sowie das Metropolitan Museum of Art – kurz „The Met“ , das an das Schloss von Versailles erinnert.
An der Museum Mile der 5th Avenue liegt ebenfalls das berühmte Guggenheim Museum des Architekten Frank Lloyd Wright.
In spiralförmigen Gängen zeigt das Guggenheim Museum zeitgenössische Kunst von u.a. Picasso oder Kandinsky, einem meiner Lieblingskünstler. Das Museum lohnt alleine schon wegen der Architektur einen Besuch. Kleiner Tipp: Um nicht den vollen Eintrittspreis von 25 $ zu zahlen, kommt man am Samstagabend von 17:45 – 19:45 Uhr mit der Formel „Pay what you wish“ („Zahle, was du möchtest“) ins Museum.

siehe auch weitere Artikel aus der New York Serie:

– New York City #1 – Downtown
– New York City #2 – Soho, Greenwich Village & Chelsea
 New York City #3 – Midtown
New York City #5 – Harlem & Bronx

New York City #3 – Midtown

In meinem dritten Artikel über die niemals schlafende Stadt bin ich mitten in Manhattan, im Stadtteil „Midtown“.  Die Szenerie erkenne ich aus vielen Filmen wieder: gestresste Menschen, die zielstrebig mit ihrem Starbucks Kaffee in der Hand von A nach B hetzen. In Midtown wird hart gearbeitet. Zugleich sind in diesem Stadtteil auch die bekanntesten Sehenswürdigkeiten, die ich an einem Tag – von Süden in Richtung Norden gehend – besichtige:Das Flatiron Building am Madison Square Park ist ohne großen Zweifel der markanteste Wolkenkratzer New Yorks. Flat iron – zu Deutsch Bügeleisen – beschreibt die Form des Gebäudes perfekt. Das Flatiron Building füllt das Dreieck zwischen 23rd Street, Broadway und 5th Avenue. Seit 1902 ist das historische Hochhaus das Zentrum des umliegenden Flatiron Districts.
Das Empire State Building ist ein weiteres imposantes Wahrzeichen New Yorks und steht bei jedem Touristen ganz oben auf der Checkliste. Das Art-Déco Gebäude wurde nach 18-monatiger Bauzeit im Jahr 1931 eröffnet. Bis zum Blitzableiter sind es genau 443m. Die Spitze leuchtet jeden Tag in anderen Farben. Dadurch sieht man das Empire State Building – genau wie „The One“ – aus kilometerweiter Entfernung und kann sich so gut in der Stadt orientieren. Die Lobby ist aus Marmor und Bronze. Die Angestellten sind très chic gekleidet. Ein absolutes Muss ist die Aussichtsplattform im 86. Stock an der frischen Luft, von wo aus auch ich den Blick um 23 Uhr abends über die Lichter der Stadt schweifen lasse. Die Sicht ist einfach atemberaubend (siehe Titelbild). Tickets für die Aussichtsplattform am besten schon vorher sichern, da man sonst mit langen Warteschlangen rechnen muss.
Es regnet? Na dann ab zu Macy’s. Das weltweit größte Kaufhaus mit knapp 200 000 m² Shoppingfläche auf 10 Etagen lässt mein Herz höher schlagen.1902 am Herald Square eröffnet, war Macy‘s das erste Gebäude in New York mit einer Rolltreppe. Jedes Jahr – seit 1927 – findet traditionell zum Thanksgiving Day die Macy’s Parade statt, die auch live im Fernsehen übertragen wird.
Für Europäer lohnt es sich hier bei den deutlich günstigeren Jeans und den amerikanischen Marken zuzuschlagen.
Der Times Square ist das leuchtende Herz der Stadt und – Achtung festhalten – mit 50 Millionen Besuchern jährlich offiziell DIE Sehenswürdigkeit Nr. 1. Mitten im Theatre District werben bunte Leuchttafeln für die über 40 Musical- und Theatervorstellungen, die hier täglich von rund 33 000 Menschen besucht werden. Am M&M Shop des Times Squares starte ich einen Abend meine Big Bus – Night Tour: eine kommentierte Bustour die nachts durch die Lichter der Stadt bis zur Brooklyn Bridge und wieder zum Times Square zurück führt.
Wer sich inmitten der lauten Stadt einen Moment Ruhe gönnen möchte, sollte die alt-ehrwürdigen Mauern der New York Public Library an der 5th Avenue aufsuchen. Die bekannte Bibliothek ist sowohl von innen als auch von außen absolut sehenswert. Die Löwen aus Stein begrüßen die Besucher am Eingang. Innen erwarten einen alte Steinbögen, hohe Decken und geschwungene Treppen.
Die New York Public Library ist ein beliebter Ort für Hochzeiten. So auch bekannt als Kulisse der Fast-Hochzeit von Cary und Mr. Big im Film Sex and the City. Einmal drinnen ist es ein absolutes Muss, die Stufen bis zum Eindruck weckenden Rose Main Reading Room auf der 3. Etage zu erklimmen: ein riesiger Leseraum (90 Meter lang) voller Bücher mit hohen Decken und großen Kronleuchtern.  Der Zugang ist kostenlos, aber psssst: hier wird gelesen.
Der Bryant Park liegt direkt hinter der New York Public Library und ist nur einen Steinwurf vom Times Square entfernt. Hohe Bäume in erster Linie, sowie Wolkenkratzer und Imbissläden umgeben diese grüne Oase. Zur Mittagszeit tummeln sich hier die New Yorker Business Leute und genießen ihre Pause mit einem Sandwich in der Sonne. Im Sommer wird außerdem jeden Montag ein Open Air Kino im Park aufgebaut.
Einmal mitten im Grand Central Terminal stehen und die Atmosphäre um sich herum auf sich wirken lassen, ein tolles Gefühl. Die Grand Central Station kannte ich bis dato nur aus amerikanischen Filmen. Von den Emporen habe ich einen tollen Blick auf das Geschehen in der imposanten Halle. Die Grand Central Station – wie der Name verrät zentral gelegen – gehört zu den Hauptverkehrsadern der Stadt.  Gut besucht ist auch der Food Market im Untergeschoss des Bahnhofs.
Ganz in der Nähe der Grand Central Station befindet sich das nächste Highlight: das Chrysler Building ist das vierthöchste Gebäude der Stadt und mein Wolkenkratzer-Favorit. Wie der Name erahnen lässt wurde dieses Art-Déco-Gebäude aus dem Jahr 1930 vom Automobil-Konzern Chrysler erbaut. Das Chrysler Building kann man nur von außen bewundern, da es – im Gegensatz zum Rockefeller Center und des Empire State Buildings – keine Aussichtsplattform hat.
Seit 1953 ist der Baukomplex aus vier Gebäuden am East River Sitz der Vereinten Nationen. Das gesamte Gebiet ist internationales Hoheitsgebiet und gehört somit offiziell nicht zu den Vereinigten Staaten.  An der First Avenue, vor dem UN-Hauptquartier weht die Flagge jedes einzelnen Mitgliedstaates:  von A wie Afghanistan an der 48th Street bis hin zu Z wie Zimbabwe an der 42nd Street. Hier endet mein Spaziergang in Midtown…

siehe auch weitere Artikel aus der New York Serie:
New York City #1 – Downtown
– New York City #2 – Soho, Greenwich Village & Chelsea
– New York City #4 – Upper East Side & Central Park
– New York City #5 – Harlem & Bronx

New York City #2 – SoHo, Greenwich Village & Chelsea

In meinem 2. Artikel über New York City erkunde ich – größtenteils zu Fuß – die Stadtviertel Greenwich Village, Meatpacking District und Chelsea.

Diese Stadtteile sind so ganz anders als Uptown: keine Wolkenkratzer, kein Straßen-Schachbrett, nicht so zugeknöpft, eine hippe und relaxte Atmosphäre inmitten von schönen rotbraunen Häusern mit prächtigen Treppenaufgängen.
Aber erst einmal Frühstück…
Zu einem New York-Besuch gehört natürlich auch ein traditionelles Bagel-Frühstück, was ich im Stadtteil SoHo (181 Grand Street) einnehme. An der Theke von BAZ BAGEL werde ich mit allen möglichen Fragen bombardiert: Vollkorn oder normal? Getoastet oder nicht? Welche Beilage? To go oder to stay??? Für mich bitte die Vollkorn-Variante mit Frischkäse, Ei, Lachs und Avocado to stay mit Kaffee (all you can drink). LECKER
Meine Tour startet in Greenwich Village, das Künstler- und Musikerviertel mit vielen Jazzbars. Für die Kenner: Das W von Greenwich wird nicht ausgesprochen und hört sich im Englischen nach „Grentisch“ an. 😉  Bei den New Yorkern heißt das historische Viertel auch einfach „Village“.Hier – südlich der 14th Street – ist es wie auf dem Dorf: ruhig, mit vielen einladenden Parks und Gärten.
Bis in den 60er Jahren lebten Künstler, Schriftsteller und Professoren der New Yorker Universität (NYU) in diesem Viertel. Heutzutage nur mehr die Reichen, die sich diese teure Wohngegend leisten können, wie z.B. Fernsehstars Sarah Jessica Parker und Julia Roberts.
Herzstück des Village ist der Washington Square Park: ein großer Platz mit vielen Grünflächen und dem Triumphbogen, der zu Ehren des ersten amerikanischen Präsidenten George Washington erbaut wurde.
Bei schönem Wetter ist der Washington Square Park einer der beliebtesten Orte der Stadt. In der Mitte plätschert das Wasser aus einer großen Fontäne, drum herum treffen sich Studenten von der benachbarten New York University, Familien, Musiker und Schachspieler. Ich habe das Glück ein kostenloses Saxophonkonzert bei strahlendem Sonnenschein im Park genießen zu können.
Wie die Taubenfrau bei „Kevin allein in New York“ gibt es hier einen Taubenmann, der sich selbst „The Birdman“ nennt. Auch er ist eine Institution des Washington Square Parks.
Im Village heißt es leben und leben lassen: so bilden die Christopher Street, Gay Street und der Christopher Park das Zentrum der homosexuellen Bevölkerung New Yorks mit vielen netten Bars und Geschäften.
Ganz in der Nähe befindet sich der High Line Park, eine der neusten Attraktionen der City. Dieser Park verläuft in 10 Metern Höhe auf einer stillgelegten Eisenbahnstrecke zwischen den Häusern New Yorks.
Genau verläuft die High Line ab Gansevoort Street im West Village weiter durch das Meatpacking District und Chelsea bis zur 34th Street. Perfekt für einen Spaziergang von ca. 30 Minuten bei schönem Wetter.
Kurzzeitig etwas verloren stehe ich mit meinem Stadtplan im Norden von Greenwich Village. Wie so oft hilft mir ein netter New Yorker Bewohner auf die Sprünge und erklärt mir den Weg zum Aufgang des Parks.
In der Gansevoort Street gelange ich über einige Treppenstufen hinauf auf die Trasse des High Line Parks. Ich sehe links von mir den Hudson River und rechts die alten Häuser aus „brownstone“, die typisch für das hier beginnende Stadtviertel Meatpacking District sind.
Da es sich bei der High Line um eine alte Eisenbahnlinie handelt, ist der Park eher lang als breit. Gärtner betreuen die Anlagen mit heimischen Pflanzen und Gräsern.
Viele Menschen treiben sich hier herum und versuchen u.a. eine Holzliege zu ergattern um die letzten Strahlen der Nachmittagssonne zu genießen. Andere wiederum lauschen den Geschichten der bunten Katzenmeerjungfrau.
Das Meatpacking District war früher bekannt für seine Schlachthöfe, Drogendealer und Prostituierte. Heute ist das Stadtviertel bei Stars und Designern total angesagt. Auch Google hat hier seinen Sitz.
Der Spaziergang auf der High Line führt mich zu einem weiteren Highlight im Meatpacking District: dem Chelsea Market. Die historischen Markthallen aus dem Jahr 1890 erstrecken sich über einen ganzen Wohnblock und ziehen sowohl Gourmet- als auch Architekturfans an.
Der Markt beherbergt edle Shops, feine Restaurants und Delikatessenläden aus der ganzen Welt. Das perfekte Ausflugsziel auch wenn das New Yorker Wetter mal nicht mitspielt.

 

siehe auch weitere Artikel aus der New York Serie:
New York City #1 – Downtown
– New York City #3 – Midtown
– New York City #4 – Upper East Side & Central Park
– New York City #5 – Harlem & Bronx

New York City #1 – Downtown

Eine Woche New York und du hast die Welt gesehen bzw. du bist vom ganzen Laufen total erledigt. Meine erste USA-Reise und mein Wunsch endlich einmal New York City zu sehen hat sich dieses Jahr erfüllt. Während einer Woche habe ich die verschiedenen Viertel der nicht schlafenden Stadt entdeckt. In einer Reihe von insgesamt 7 Artikeln teile ich meine Erfahrungen mit euch und schreibe über meine Entdeckungen, die ich am Big Apple gemacht habe.

Ich starte mit dem südlichen Teil Manhattans, auch Downtown oder Lower Manhattan genannt. Direkt ein sehr vielseitiges und mit das bekannteste Viertel von New York, wo sich u.a. die weltbekannten Wolkenkratzer der Wallstreet befinden.

Battery Park
Am frühen Morgen fahre ich mit der Subway bis zur Station „Bowling Green“. Hier ist noch alles ruhig. Der Battery Park liegt still und friedlich vor mir. Eine frische Brise weht durch das Gras. Ich spaziere durch den Park bis zum Ufer des Hudson Rivers. Im Morgennebel mache ich in der Ferne die Freiheitsstatue aus und sehe die Fähren, die in Richtung Staten Island, Liberty Island und Ellis Island schippern.
Staten Island Ferry
Eine tolle Erfahrung und sehr zu empfehlen ist die kostenlose Überfahrt mit der Staten Island Ferry, die eine ganz neue Perspektive bietet.
Wer sich hinten auf die Fähre stellt, kann die Skyline von Manhattan, die Einwandererinsel Ellis Island, sowie Liberty Island mit der Freiheitsstatue bewundern. Die Überfahrt dauert ca. 20 Minuten und die Wartezeit ist relativ kurz. Für die Hin- und Rückfahrt sollte man 1 Stunde Zeit einplanen. Hierfür am besten einen klaren Tag auswählen, damit man optimale Sicht hat. Ellis Island
Anfang des 20. Jahrhunderts kamen die Einwanderer in der Neuen Welt an und suchten hier ihr Glück. Zeitzeugen sind viele historische Gebäude, aber auch die Einwandererinsel „Ellis Island“, der erste Checkpoint für die Einwanderer. Diese Insel erreicht man mit der Fähre ab Battery Park und kann hier das Einwanderermuseum besuchen.
Lady Liberty – Freiheitsstatue
„Man kann da vorn schon die Freiheitsstatue sehen, ganz klein natürlich“: dieses Zitat aus Titanic hat sich für mich bestätigt. Die Freiheitsstatue ist nicht soooo groß und imposant wie erwartet. Dennoch natürlich ein Highlight der Reise das Wahrzeichen New Yorks einmal aus nächster Nähe zu sehen.  Es besteht sogar die Möglichkeit Halt auf Liberty Island zu machen, in die Statue hinein und bis zur Krone hinaufzugehen.
Wallstreet
Wieder auf der Insel Manhattan angekommen, liegt die Wallstreet nur einen Steinwurf entfernt.
Die weltweit bekannten Wolkenkratzer stehen für das finanzielle Zentrum New Yorks.
Die Wallstreet ist eigentlich eine kleine schmale Straße im Süden Manhattans; gilt aber mit der Börse, den Banken und Anlageberatungsfirmen als Zentrum der Macht. Je mehr ich mich der Straße in Richtung Börse nähere umso mehr wimmelt es von Touristen.
New York Stock Exchange
Vor der Börse in der Wallstreet halte ich kurz die Luft an. Hier fällt ein Fotograf fast über den anderen. Klar, die New York Stock Exchange ist genau wie die Freiheitsstatue oder das Empire State Building ein absolutes Muss auf der To Do – Liste eines jeden New-York Touristen.
Das Gebäude des Stock Exchange wurde 1903 eröffnet und bildet mit den gigantischen Säulen den Mittelpunkt des Finanzdistriktes.
Trinity Church
Zwischen den Wolkenkratzern versteckt sich die Trinity Church. Neben den Büroriesen sieht die Kirche winzig und unscheinbar, ja sogar etwas deplaziert aus. Doch halt, sie war als erstes da! In einer kaum vorstellbaren Zeit, wo es noch keine Hochhäuser gab, diente die Trinity Church als Orientierungspunkt für in New York eintreffende Schiffe.
Ground Zero
Downtown ist neben dem Finanzzentrum auch der Ort, wo am 11.9.2001 der Anschlag auf die Zwillingstürme verübt wurde.
Das Denkmal zum Gedenken der Opfer von 9/11 ist ein ergreifender Ort, wo Stille einkehrt. Denn dort wo die Zwillingstürme standen, sehe ich nun große tiefe Becken in die von allen Seiten Wasser einfällt. Am Beckenrand sind die Namen der Opfer des Anschlages verewigt. Hier und da stecken weiße Rosen neben den Namen.
The One
Direkt neben dem 9/11 Denkmal schießt das „One World Trade Center“ wie eine Rakete in den Himmel. The One ist der symbolische Ersatz für die Zwillingstürme und gilt mit 541 Metern als das größte Gebäude der westlichen Welt.
Auf dem Observation Deck im 100. Stock können Besucher die Aussicht auf die Stadt genießen.
City Hall & Municipal Building
In einem kleinen Park mit Springbrunnen mache ich eine kleine Pause. Vor mir türmt sich die imposante City Hall und das benachbarte Municipal Building auf. Hier sind der Bürgermeister und die Stadtverwaltung New Yorks zu Hause. Auf dem Dach überblickt die „Civic Fame“ die Stadt. Diese Steindame hält als Symbol für die fünf Stadtteile New Yorks (Manhattan, Brooklyn, Queens, Bronx & Staten Island) eine fünfzackige Krone in der Hand.
Chinatown
Mitten auf einer großen Kreuzung steht die Bronzestatue des alten chinesischen Gelehrten Konfuzius. Hier beginnt Chinatown.
Was früher als gefährliche Gegend galt, riecht jetzt nach exotischen Speisen, ist quirlig und bunt. Ein Tourguide erklärt mir, dass es in und um die Canal Street in Chinatown Legales und auch nicht so Legales zu kaufen gibt.
Ein kleine Kuriosität: In den Parks von Chinatown beobachte ich viele chinesische Frauen beim Kartenspiel. Laut Reiseführer ist dies ein fester Treffpunkt für die chinesischen Damen. Die Herren schauen lieber nur zu…
Little Italy
Von Little Italy ist nur mehr eine touristische Straße mit einigen überteuerten Pizzerien und Eisdielen übrig geblieben. Im Vergleich zum benachbarten Chinatown also nicht von großer Bedeutung.
Das wahre Little Italy befindet sich schon länger nicht mehr in Downtown, sondern im nördlichen Stadtteil der Bronx, rund um die Arthur Avenue.

 

siehe auch weitere Artikel aus der New York Serie:
– New York City #2 – Soho, Greenwich Village & Chelsea
 New York City #3 – Midtown
– New York City #4 – Upper East Side & Central Park
– New York City #5 – Harlem & Bronx

72 Stunden in Dublin

Dublin/ Irland: hier habe ich drei tolle und sehr abwechslungsreiche Tage verbracht. Von Shopping über eine Bergwanderung bis zum Fischrestaurant an der irischen Küste war alles dabei.

In diesem Artikel zeige ich euch die Highlights von Dublin, inklusive der besten Ausflugsziele und Frühstückslokale der Stadt.
Tag 1
Mit Ryanair lande ich am Dubliner Flughafen, der nur eine 30-minütige Busfahrt vom Zentrum entfernt ist. Ich checke in mein Airbnb in der Parnell Street ein, von wo aus ich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreiche.

Der Fluss Liffey teilt die Stadt in einen Nord- und Südteil. Zahlreiche Brücken verbinden diese beiden Stadtteile, die zum Spazieren einladen und Dublin zu einer charmanten Stadt machen. Die wichtigste Hauptachse der Stadt bildet das Trio aus O‘ Connell Street, Grafton Street und Harcourt Street mit vielen Geschäften und Sehenswürdigkeiten.

Ich starte meine Entdeckungstour auf der O‘ Connell Street, wo Studenten Tagestickets für Bustouren durch Dublin anbieten und springe spontan in den grünen Doppeldeckerbus um mir einen ersten Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zu verschaffen.
Der Bus hält an allen bekannten Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel der St. Patricks Cathedral, der renommierten Universität Trinity College (siehe Foto), dem Guinness Storehouse oder der Old Jameson Distillery. Der Bus fährt auch außerhalb des Stadtzentrums: durch Dublins Vororte und vorbei an dem großen Fußballstadion.  Da die Sonne scheint steige ich an der Haltestelle „Phoenix Park“ aus, wo ich einen ausgiebigen Spaziergang mache und den Dubliner Zoo von außen bewundern kann.
Busfahrer Harry ist so in seiner Rolle drin, dass er den ganzen Bus – Menschen aus allen Ecken der Welt – zum Lachen bringt. Er erzählt im Gruselton die Geschichte von Draculaaaaaa, – dessen Erfinder (Bram Stoker) Dubliner war –  und singt fröhlich das Lied von „Sweet Molly Malone“, der schönen Dubliner Fischhändlerin, die ihr eigenes Denkmal an der Grafton Street hat. Dieses irische Volkslied ist die inoffizielle Hymne von Dublin und kann am Ende unserer Bustour jeder mitsingen.

Tag 2
Zum Start in den Tag gibt es erst einmal ein ausgiebiges Frühstück bei Avoca in der Suffolk Street.  Nicht wundern, denn es handelt sich hier eigentlich um ein Einrichtungsgeschäft in der Innenstadt, wo sich in der oberen Etage ein Restaurant befindet. Der Laden liegt in der Querstraße zur Grafton Street, der berühmten Einkaufsstraße von Dublin und eignet sich somit auch perfekt als Startpunkt für einen Shoppingtag. Von dem Frühstück bei Avoca schwärme ich jetzt noch. Hausgemachte Kuchen, Pancakes mit frischen Früchten oder auch ein herzhaftes English Breakfast von bester Qualität, einfach lecker!
Gut gestärkt starte ich nach dem Frühstück mit dem Bus ab dem städtischen Park St Stephen’s Green zu einem Wanderausflug in den Wicklow National Park nach Glendalough. Mit dem Bus fahre ich ca. 1 Stunde in Richtung Süden. Der Wicklow National Park ist der größte der sechs irischen Nationalparks. Auch wenn die Wolken tiefgrau über den Bergen hängen, entscheide ich mich für die große Wanderung von ca. 3-4 Stunden. Wenn ich schonmal da bin…
Die Wanderung führt um einen großen See herum, durch einen weitläufigen Wald. Ich klettere über Stock und Stein den Berg hinauf. Kleine Bachläufe und Wasserfälle plätschern an mir vorbei.
Nach ca. 2,5 Stunden – überglücklich an der Bergspitze angekommen – fängt es an wie aus Eimern zu schütten. Weit und breit ist keine Hütte oder Unterstellplatz in Sicht und somit besteht auch keine Chance die Wanderung abzubrechen. Ich bin der Kraft der Natur hoch oben auf dem Wicklow Mountain ausgeliefert und muss nun über glitschige Holzstege im strömenden Regen weiterlaufen. Nach 1,5 Stunden (gefühlte 10 Stunden) erreiche ich klitschnass und bis auf die Knochen durchgefroren den Busparkplatz.
Dennoch, die wunderschönen Aussichten haben sich auch bei Regen gelohnt und ich würde die Wanderung direkt wieder machen. Es war eine fantastische Erfahrung.
Nach der Rückkehr in Dublin esse ich klassisches Fish & Chips im berühmten Restaurant von Leo Burdock zu Abend.

Tag 3:
Mein letzter Tag in Dublin bricht an. An diesem schönen Sonntagmorgen frühstücke ich bei Sophie’s in der Harcourt Street: ein Restaurant im Glaskasten auf der obersten Etage des Hotels The Dean Dublin. Während eines ausgezeichneten Frühstücks genieße ich den 360° Panorama Blick über die Stadt.
Heute möchte ich ans Meer und fahre ca. 30 Minuten mit dem Zug bis nach Howth. Dieses malerische Fischerdörfchen ist ideal für einen Sonntagsspaziergang an der Küste. In Howth ist alles klein und schnuckelig.
So auch das Lokal Octopussy’s Seafood and Tapas am West Pier, ein kleines Fischrestaurant mit hohen Tischen & Lichterketten, wo ich den besten Fisch meines Lebens gegessen habe. Der Fisch ist natürlich fangfrisch. Dank der Tapas-Formel kann ich verschiedene kleine Gerichte ausprobieren.
Mein Besuch in Dublin neigt sich langsam dem Ende zu. Ich kann die Stadt natürlich nicht verlassen ohne die Guinness Brauerei gesehen zu haben. Mit dem Zug fahre ich zurück in die City.
Die Besichtigung des Guinness Storehouse (St. James’s Gate – Dublin 8)  mit abschließender Verkostung in der Gravity Bar  ist ein absolutes Muss für jeden Dublin-Besucher.  Die Brauerei ist zwar sehr touristisch angehaucht, dafür ist ein Rundgang mit einem Audio-Guide sehr interessant und am Ende wird man mit einem Blick über die Skyline von Dublin belohnt.
Zu guter Letzt und sozusagen zum krönenden Abschluss meiner 72 Stunden in Dublin besuche ich den Irish-Pub The Old Storehouse im Ausgehviertel Temple Bar mit toller Livemusik und sehr freundlichen Menschen.
Fazit: Dublin hat mich positiv überrascht: gemütliche Stadt, abwechslungsreiches Sightseeing-Programm und sehr gutes Essen.

Mit Dank an Lucas & Maxime für die tollen Tipps! 😉


Super Restauranttipps für Dublin und alle selbst getestet :

Jo Burger
4/5 Castle Market
Dublin 2
http://www.joburger.ie/joburgertown

Avoca
11-13 Suffolk Street
Dublin 2
https://www.avoca.com/explore/our-cafes/suffolkstreetcafe/

Leo Burdock
Fish & Chips Restaurant
4 Crown Alley/ Temple Bar
Dublin 2
http://www.leoburdock.com/

Sophie’s
33, Harcourt Street
Dublin
http://sophies.ie/

Octopussy’s Seafood Tapas Restaurant
West Pier
Howth
CO Dublin
http://octopussys.ie/

The Old Storehouse Bar & Restaurant
Crown Alley, Temple Bar,
Dublin 2
https://theoldstorehouse.ie/