New York City #2 – SoHo, Greenwich Village & Chelsea

In meinem 2. Artikel über New York City erkunde ich – größtenteils zu Fuß – die Stadtviertel Greenwich Village, Meatpacking District und Chelsea.

Diese Stadtteile sind so ganz anders als Uptown: keine Wolkenkratzer, kein Straßen-Schachbrett, nicht so zugeknöpft, eine hippe und relaxte Atmosphäre inmitten von schönen rotbraunen Häusern mit prächtigen Treppenaufgängen.
Aber erst einmal Frühstück…
Zu einem New York-Besuch gehört natürlich auch ein traditionelles Bagel-Frühstück, was ich im Stadtteil SoHo (181 Grand Street) einnehme. An der Theke von BAZ BAGEL werde ich mit allen möglichen Fragen bombardiert: Vollkorn oder normal? Getoastet oder nicht? Welche Beilage? To go oder to stay??? Für mich bitte die Vollkorn-Variante mit Frischkäse, Ei, Lachs und Avocado to stay mit Kaffee (all you can drink). LECKER
Meine Tour startet in Greenwich Village, das Künstler- und Musikerviertel mit vielen Jazzbars. Für die Kenner: Das W von Greenwich wird nicht ausgesprochen und hört sich im Englischen nach „Grentisch“ an. 😉  Bei den New Yorkern heißt das historische Viertel auch einfach „Village“.Hier – südlich der 14th Street – ist es wie auf dem Dorf: ruhig, mit vielen einladenden Parks und Gärten.
Bis in den 60er Jahren lebten Künstler, Schriftsteller und Professoren der New Yorker Universität (NYU) in diesem Viertel. Heutzutage nur mehr die Reichen, die sich diese teure Wohngegend leisten können, wie z.B. Fernsehstars Sarah Jessica Parker und Julia Roberts.
Herzstück des Village ist der Washington Square Park: ein großer Platz mit vielen Grünflächen und dem Triumphbogen, der zu Ehren des ersten amerikanischen Präsidenten George Washington erbaut wurde.
Bei schönem Wetter ist der Washington Square Park einer der beliebtesten Orte der Stadt. In der Mitte plätschert das Wasser aus einer großen Fontäne, drum herum treffen sich Studenten von der benachbarten New York University, Familien, Musiker und Schachspieler. Ich habe das Glück ein kostenloses Saxophonkonzert bei strahlendem Sonnenschein im Park genießen zu können.
Wie die Taubenfrau bei „Kevin allein in New York“ gibt es hier einen Taubenmann, der sich selbst „The Birdman“ nennt. Auch er ist eine Institution des Washington Square Parks.
Im Village heißt es leben und leben lassen: so bilden die Christopher Street, Gay Street und der Christopher Park das Zentrum der homosexuellen Bevölkerung New Yorks mit vielen netten Bars und Geschäften.
Ganz in der Nähe befindet sich der High Line Park, eine der neusten Attraktionen der City. Dieser Park verläuft in 10 Metern Höhe auf einer stillgelegten Eisenbahnstrecke zwischen den Häusern New Yorks.
Genau verläuft die High Line ab Gansevoort Street im West Village weiter durch das Meatpacking District und Chelsea bis zur 34th Street. Perfekt für einen Spaziergang von ca. 30 Minuten bei schönem Wetter.
Kurzzeitig etwas verloren stehe ich mit meinem Stadtplan im Norden von Greenwich Village. Wie so oft hilft mir ein netter New Yorker Bewohner auf die Sprünge und erklärt mir den Weg zum Aufgang des Parks.
In der Gansevoort Street gelange ich über einige Treppenstufen hinauf auf die Trasse des High Line Parks. Ich sehe links von mir den Hudson River und rechts die alten Häuser aus „brownstone“, die typisch für das hier beginnende Stadtviertel Meatpacking District sind.
Da es sich bei der High Line um eine alte Eisenbahnlinie handelt, ist der Park eher lang als breit. Gärtner betreuen die Anlagen mit heimischen Pflanzen und Gräsern.
Viele Menschen treiben sich hier herum und versuchen u.a. eine Holzliege zu ergattern um die letzten Strahlen der Nachmittagssonne zu genießen. Andere wiederum lauschen den Geschichten der bunten Katzenmeerjungfrau.
Das Meatpacking District war früher bekannt für seine Schlachthöfe, Drogendealer und Prostituierte. Heute ist das Stadtviertel bei Stars und Designern total angesagt. Auch Google hat hier seinen Sitz.
Der Spaziergang auf der High Line führt mich zu einem weiteren Highlight im Meatpacking District: dem Chelsea Market. Die historischen Markthallen aus dem Jahr 1890 erstrecken sich über einen ganzen Wohnblock und ziehen sowohl Gourmet- als auch Architekturfans an.
Der Markt beherbergt edle Shops, feine Restaurants und Delikatessenläden aus der ganzen Welt. Das perfekte Ausflugsziel auch wenn das New Yorker Wetter mal nicht mitspielt.

 

siehe auch weitere Artikel aus der New York Serie:
New York City #1 – Downtown
– New York City #3 – Midtown
– New York City #4 – Upper East Side & Central Park
– New York City #5 – Harlem & Bronx

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