Hamburg – 8 Dinge, die du machen solltest.

In 2017 war ich zum ersten Mal in Hamburg und habe mich auf Anhieb in die raue Stadt mit Hafenflair verliebt. In diesem Artikel zeige ich euch 8 Dinge, die jeder Hamburg-Anfänger machen sollte:

#1 Plaza der Elbphilharmonie
Ein neues Wahrzeichen ist geboren: die Elphi ist seit seiner Eröffnung im Januar 2017 Hamburgs ganzer Stolz und gilt als eines der besten Konzerthäuser der Welt.Auf dem historischen Backsteinsockel eines Kaispeichers schwebt die 110 Meter hohe Glasfassade.
Ein absolutes MUSS ist der Besuch der Aussichtsplattform (Plaza), wo man einen 360° Panorama-Blick über Hamburg hat. Mit einem kostenlosen Ticket tuckert der Besucher über die leicht gewölbte Rolltreppe bis zur Plaza hinauf.  Das sehr passende Design der Welle wird vom Dach, über die Türen bis zum Logo überall aufgegriffen.

#2 Besuch im Schanzenviertel
Nachdem ich das sehr amüsante Buch „Sternschanze“ der Autorin Ildiko von Kürthy gelesen hatte, stand ein Besuch im Schanzenviertel ganz oben auf meiner Bucket Liste für Hamburg.
Das alternative Viertel ist total hipp und sprüht nur so vor Kreativität. Die Flohschanze ist der traditionsreiche Flohmarkt in diesem Viertel und lädt jeden Samstag zum Stöbern ein. Mir gefallen besonders die kleinen Straßen mit den süssen Cafés und Restaurants, die zum Kännchen Kaffee, Kuchen oder herzhaftem Lunch rufen. So z.B. das Café Panter (Marktstraße 3/ 20357 Hamburg), wo ich hausgemachte in Salbeiöl geschwenkte Tortellonies mit Salat esse. Erstens super lecker, zweitens total günstig!Zwischen Schanzenviertel und dem Messegelände befindet sich das nicht weniger alternative Karolinerviertel. Hier die Karolinerpassage mit bunten Häuschen und auffällig vielen Fahrrädern.

#3 Hamburger essen
Klar, Hamburger sollte man natürlich auch in Hamburg essen. 😉
Und das hier:
Hotel Hafen Hamburg
Hafen Diner – Burger & Bar
Seewartenstraße 9
20459 Hamburg

#4 Ein Musical besuchen
Hamburg ist und bleibt die Musical Metropole. Der Dauerbrenner „König der Löwen“ lässt sich auch nach 10 Jahren nicht von der Liste streichen und lohnt auf jedenfall einen Besuch.
Daneben sind regelmäßig neue Musicals im Programm.
Per Fähre geht es ab den Landungsbrücken zum Stage Theater. Nach dem Musical bietet sich ein Absacker auf der Reeperbahn oder in einer Rooftop-Bar an.#5 Hafenblick genießen
Auch von der Elbphilharmonie hat man am Abend einen tollen Blick über die Lichter des Hafens und der Stadt. Wer es gerne etwas Wärmer hat geht in eine der vielen Rooftop-Bars an Hamburgs Hafen, wie z.B. die Tower Bar (Seewartenstraße 9, 20459 Hamburg) oder die Skyline Bar „20up“.
#6 Die Alster erkunden
Die Binnen- und Außenalster ist ein Ort der Erholung für die Hamburger: Entweder zu Fuß rundherum oder mit dem Boot quer darüber. Die Alster-Touristik GmbH (ATG) bietet verschiedene Touren an.Bei meiner Alterrundfahrt von ca. 1 Stunde schippere ich vom Jungfernstieg aus an den Prachtvillen der reichen Hamburger vorbei.
#7 Miniaturwunderland besuchen
Die Speicherstadt und das Kontorhausviertel mit dem Chilehaus gehören seit 2015 zum Unesco Weltkulturerbe.
Hier befindet sich einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands: das Miniatur Wunderland.In 9 spannenden Welten wie beispielsweise Hamburg, der Schweiz, Italien, den USA und Skandinavien erstreckt sich auf 1490 m² die größte Modelleisenbahnanlage der Welt: eine riesige Erlebniswelt für Groß und Klein.

#8 Sonntags früh morgens zum Fischmarkt
Egal ob Frühaufsteher oder Nachtschwärmer: eine Institution in Hamburg ist der Fischmarkt am gaaanz frühen Sonntagmorgen (bis 9:30 Uhr geöffnet).
Die Hamburger Seebären verkaufen von Obst über Klamotten bis natürlich Fisch alles Mögliche. Typisch sind die Marktschreier, die versuchen sich gegenseitig an Lautstärke zu überbieten.
In einer Hafenhalle unmittelbar neben dem Markt bietet sich die Möglichkeit zum Fischmarkt-Brunch in rockiger Atmosphäre.
Einen leckeren Mittagsimbiss gibt’s einige Gehminuten entfernt bei Fisch & So in Altona (Große Elbstraße 117, 22767 Hamburg): eine Kantine mit einfachen und frischen Fischgerichten.

Städtetrip nach München

Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal überhaupt München besucht: eine sehr grüne, gemütliche Stadt mit beeindruckenden Prachtbauten und Flaniermeilen.
München ist einerseits traditionell: nach dem Motto „a jedem Eck a Gaudi“ steht da das Hofbräuhaus, an jeder zweiten Ecke gibt’s einen Biergarten. Das Essen ist deftig und wird – genau wie das Bier – immer in großen Portionen serviert.
Andererseits ist München hipp, modern und modebewusst mit einem ganz eigenen Lifestyle, sozusagen die bayerische Version von Düsseldorf.
Vom Flughafen erreiche ich nach einer 30-minütigen Fahrt mit der Straßenbahn den Hauptbahnhof im Stadtzentrum. 3 Tage in der Stadt. Das ist der Plan.
München hat ein flaches Relief, daher kann man die Stadt sehr gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad entdecken. Auch das U-Bahn Straßennetz ist sehr gut ausgebaut. Die Tramlinien 16 und 18 verlaufen von Ost nach West und somit quer durchs Zentrum: eine gute Alternative die Stadt bei Regenwetter zu entdecken.thumb_IMG_2515_1024

Der Marienplatz ist Puls der Stadt und der wohl bekannteste Platz im Zentrum. Täglich findet hier 2-3x am Tag ein Glockenspiel am neuen Rathaus statt. Eine Attraktion für jeden Super-Touristen. Der autofreie Marienplatz hat eine eigene U-Bahn Station und ist somit idealer Ausgangspunkt für eine Besichtigung der Altstadt.thumb_IMG_2518_1024

Schloss Nymphenburg
München ist voll von großen herrschaftlichen Bauten. Eine davon ist das Schloss Nymphenburg nördlich des Stadtzentrums. Erbaut von 1664 bis 1757, diente das Schloss den bayerischen Herrschern als Sommerresidenz. Bei meiner Ankunft beobachte ich die eleganten Schwäne, die im Schlosskanal vor sich hin treiben und bestaune die 700m lange Front der barocken Schlossanlage.thumb_IMG_2542_1024Hinter den Gebäuden befindet sich der Schlossgarten mit den Gewächshäusern.  In diesem weitläufigen und noch dazu öffentlichen Park kann es gut sein, dass Sportstars wie Philipp Lahm vorbei joggen. Ein Besuch des Schloss Nymphenburgs lohnt sich auch im Winter. Denn sobald der Schlosskanal vereist ist, entsehen hier 40 Bahnen zum Eisstockschießen (sehr verbreiteter Volkssport im Alpenraum).  Die Räume im Schloss können besichtigt oder für Veranstaltungen gemietet werden.thumb_IMG_2568_1024

Der Olympiapark ist ein weitläufiges Gelände bestehend aus großen Grünflächen, dem Olympiasee, sowie Gebäuden verschiedenster Architekturarten. Errichtet wurde der Park speziell für die Olympischen Spiele in 1972. Oft finden hier Veranstaltungen wie Konzerte oder Public Viewings statt. Der Park eignet sich perfekt für einen Spaziergang oder eine kleine Radtour.thumb_IMG_2583_1024Direkt neben dem Olympiapark befindet sich das Sea Life Museum und das architektonisch beeindruckende BMW Museum.thumb_IMG_2570_1024

Der Englische Garten ist die grüne Lunge Münchens an der Isar. Mit der U-Bahn fahre ich zum Odeonsplatz und gelange von hier aus vorbei an der bayerischen Staatskanzlei direkt in den Englischen Garten. Ich spaziere in Richtung Wasser, wo Surfer versuchen die berühmt berüchtigte Eisbachwelle zu bezwingen.thumb_IMG_2616_1024Weiter geht’s zum Chinesischen Turm, der schon etwas in die Jahre gekommen ist. Bei Sonnenschein ist der Biergarten am Turm dafür umso beliebter. Nach einem ausgiebigen Spaziergang im Englischen Garten flaniere ich weiter zur Leopoldstraße. Auf diesem großen Boulevard findet man viele Cafés und Restaurants, wie zum Beispiel das gemütliche Lokal „Cadu, Café an der Uni“. thumb_IMG_2626_1024

Das Lenbachhaus, eines der vielen Münchener Museen hat es mir besonders angetan.
Das Gebäude – mit seinen großen hellen Räumen und einem schönen Innengarten – ist sehr einladend. Das Museum wurde in 2013 nach einer 4-jährigen Renovierungsphase neu eröffnet und zeigt vor allem moderne Kunst des letzten Jahrhunderts. Am bekanntesten und auch sehr sehenswert ist die Ausstellung des „Blauen Reiter“, eine der bedeutendsten Künstlergruppen zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit u.a. August Macke und Wassily Kandinsky.  Eintritt:10 €.thumb_IMG_2674_1024

Umgeben von vielen Kirchen liegt der Viktualienmarkt direkt neben dem Marienplatz und ist Münchens größter und ältester Lebensmittelmarkt. An kleinen Ständen bieten die gestandenen Münchener Originale einheimische und exotische Waren an.
thumb_IMG_2708_1024Valentin Karlstadt – Musäum
Diese Schreibweise lässt schon leichte Verrücktheit erahnen. Wer also für nur 2,99 € etwas Skurriles und Lustiges sehen möchte, ist im Valentin Karlstadt-Musäum – im Turm des Isartors – genau richtig.thumb_IMG_2734_1024Während meines Rundgangs stelle ich fest, dass an Karl Valentin eigentlich nichts normal war. Er lebte von 1882 – 1948 und war zugleich Komiker, Filmemacher und Volkssänger. Die Musäums-Website lockt die Besucher wie folgt: „Treffen Sie ein Universalgenie. Als grotesk-komisches Gesamtkunstwerk bleibt er einzigartig und bis heute unerreicht: Karl Valentin.“
Gezeigt werden persönliche Dokumente, Briefe, Zitate („Die Zukunft war früher auch besser!“), Fotos und Videoaufnahmen von Karl Valentin und seiner Gefährtin Liesl Karlstadt.
Das urgemütliche Turmstüberl unterm Dach – ein kleines einfaches Restaurant – ist der krönende Abschluss des Museumsbesuches. Übrigens: Senioren über 99 Jahren haben in Begleitung ihrer Eltern freien Eintritt. Gut zu wissen!
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Neben dem durchgetakteten Sightseeing-Programm empfehle ich unbedingt eine Auszeit zum Shopping. München bietet sich dafür ganz besonders gut an. In einer ganz entspannten und melodiösen Atmosphäre starte ich meine Shoppingtour in den Stacchus Passagen quasi im Untergeschoss des Karlsplatzes. thumb_IMG_2509_1024Am Marienplatz gehen die Kaufinger- und Neuhauserstraße ab, beides große Straßen mit den bekannten Geschäften, aber auch mit alteingesessenen Traditionshäusern, wie dem Männerausstatter Hirmer. In den Passagen „5 Höfe“ lohnt sich allein schon wegen der Architektur der Besuch. Natürlich sollte man die Maximilianstrasse auch unbedingt mal gesehen haben, hier gilt aber: Shopping nur mit fremder Kreditkarte.
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Weitere Tipps:
Hotel:
Art Hotel München
Paul-Heyse-Str. 10
D- 80336 München
http://www.arthotelmunich.com/
Kleines Hotel mit modernen Zimmern in der Nähe des Hauptbahnhofs und der Theresienwiese (Veranstaltungsort: Oktoberfest)

Restaurant:
Cadu, Café an der Uni
Ludwigstraße 24
D-80539 München
Alternatives Studentenflair. Das Essen ist frisch und lecker.
http://www.cadu.de/

Weitere Fotos:
Werbetafel für die Sammlung „Blauer Reiter“ im Lenbachhausthumb_thumb_IMG_2643_1024_1Buntes Treiben am Karlsplatzthumb_IMG_2502_1024Karlstor hinter dem Karlsplatz: Einlass zur Shopping- und Flaniermeilethumb_IMG_2503_1024Tafeln am Viktualienmarktthumb_IMG_2706_1024Statue an der Ludwigsstraßethumb_IMG_2624_1024Schwäne am Schloss Nymphenburgthumb_IMG_2546_1024Biergartenstimmung in Münchenthumb_IMG_2526_1024

Fertig in Köln

Mit Bloggerfreundin Jeanette besuche ich an einem sonnigen Tag das Lokal „Fertig“ in Köln, das ich in diesem Artikel vorstelle. Wir verabreden uns an einem Montag um 17.00 Uhr in der Kölner Südstadt. Auf den ersten Blick sieht das „Fertig“ wie eine gewöhnliche kölsche Eckkneipe aus.
Die Schiefertafel am Eingang verspricht schon Leckeres: „Haben Sie genug Zeit? Wir kochen frisch!“ Na dann, setzen wir uns mal auf die Terrasse…
Fertig Eckkneipe Köln

Das „Fertig“ ist keine gewöhnliche Kölner Kneipe. Denn das Lokal bietet eine hervorragende französisch angehauchte Küche.
Abgesehen von einer gut bestückten Weinkarte, gibt’s keine Speisekarte: der Inhaber setzt uns demonstrativ die Tafel vor den Tisch. Beim Lesen schmunzele ich über den kölsch-französischen Slang: „Boudin – Himmel un Ääd op französisch“.
Koeln Fertig Speisekarte

Natürlich müssen wir uns selbst von der hochgepriesenen Küche des „Fertig“ überzeugen. Ich bestelle mir eine Forelle mit Mandeln.
Fertig Koeln Forelle

Jeanette wählt das Schnitzel mit Kartoffelsalat. Wir werden beide nicht enttäuscht. Im Gegenteil wir sind begeistert von dem sehr leckeren frischen Essen und dem guten Service.
Fertig Koeln Schnitzel

Sowohl auf der Aussenterrasse als auch innen fühlt man sich gleich gut aufgehoben. Die Einrichtung ist traditionell und urig. Die Atmosphäre ungezwungen und entspannt. Fertig Koeln Gaststätte

Fazit: Das Fertig = kölscher Flair mit leckerer Küche.

Adresse:
Fertig
Bonner Strasse 26
D-50677

Öffnungszeiten: 
Montag – Samstag: ab 17:00 Uhr (Küche: ab 18:00 Uhr)
Sonn- und Feiertags ab 17:00 Uhr
Fertig Koeln

P.S.: Jeanette ist übrigens Autorin des Blogs Wilder Wegesrand. Hier schreibt sie über alles Essbare was sie am Wegesrand findet und wie sie es zu Gelees, Marmeladen, Tees, etc. verarbeitet.

#5 Tipps für Bonn

Bonn? Was gibt es in der alten deutschen Hauptstadt eigentlich zu sehen? 1991 wurde Bonn von der Hauptstadt zur Bundesstadt, als die Regierung nach Berlin verlegt wurde.
An einem frühen Morgen – gegen 6:30 Uhr – starte ich meine Besichtigungstour durch die Rheinstadt, die gerade aufwacht.

Bonn Zentrum

Bonn – mit gut 300 000 Einwohnern – ist im Vergleich zu Köln zwar klein, aber dennoch kommt mir die Stadt sehr weitläufig vor. Zwischen Hauptbahnhof/ Universität und Bertha-von-Suttner-Platz befindet sich das historische Stadtzentrum.

Bonn - Innenstadt
Bonn – Innenstadt

Ich laufe durch schöne gepflasterte Einkaufsstraßen: einen Tag shoppen wäre hier kein Problem. Sogar HARIBO hat seinen eigenen Laden: Hier gibt es Haribos in allen möglichen Formen, Farben und Geschmäckern zum Schnäppchenpreis.
Nachdem ich das alte Zentrum von Bonn und Umgebung besichtigt habe, empfehle ich nun #5 Orte die man in Bonn gesehen haben muss:

#1 Das Beethovenhaus
Ja, der Komponist Ludwig van Beethoven wurde in Bonn geboren und das im Jahr 1770.
Sein Geburtshaus – das Beethovenhaus – befindet sich in der Bonngasse neben dem Bertha-von-Suttner Platz. Zusammen mit seinem Vater Johann und seiner Mutter Maria Magdalena hat er dort einige Zeit im Gartenflügel des Hauses gewohnt. Beethoven lebte über 20 Jahre in Bonn, bevor er nach Wien ging. In Bonn wird man an jeder Ecke an den Künstler erinnert: hier die Beethovenstatue, da das Beethovenhotel, usw. 2020 ist der 250. Geburtstag von Beethoven. Die Vorbereitungen für das Jubiläum laufen jetzt schon an.

 #2 Bonner Münster

Bonn Münster
Einige Strassen weiter befindet sich die Bonner Münster. Vom Münsterplatz aus sieht der Bau am beeindruckendsten aus. Auf diesem Platz – Beethoven schaut mich auch wieder an – findet der alljährliche Weihnachtsmarkt statt. Die Bonner Münster wurde 11.-13. Jahrhundert gebaut und besteht aus romanischen und gotischen Stilelementen. Sie ist die zentrale Kirche für die Bonner Einwohner und steht vor der Generalsanierung. Kein Wunder, wenn man fast 1000 Jahr alt ist…

Münster in Bonn
Münster in Bonn

#3 Universität Bonn

Universität von Bonn - Seiteneingang
Universität von Bonn – Seiteneingang

Einen Steinwurf von der Münster entfernt befindet sich im historischen Ambiente die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, die rund 27 000 Studenten beherbergt. Der preußische König Friedrich Wilhelm III hat die Bonner Universität am 18. Oktober 1818 gegründet. Das Gebäude ist so beeindruckend, dass ich mir einen Kaffee im Park vor der Universität genehmige und den Blick auf die alten Mauern geniesse.

Universität in Bonn
Universität in Bonn

 #4 Rheinaue – Die grüne Oase von Bonn

Die Rheinaue ist ein großer Park mit schönen Gärten, direkt am Rhein gelegen. Die Einheimischen nutzen diese grüne Oase gerne für Sportaktivitäten. Es gibt einen See mit einer Bootsanlegestelle und zahlreiche kleine Wege zum Joggen. Ich sehe Geschäftsleute, die in ihrer Mittagspause durch den Park eilen und  einen emsigen Gärtner, der die Anlage pflegt.

Rheinaue - Die grüne Oase von Bonn

#5 Museumsmeile

Ich steige an einer quietschgelben U-Bahn Station aus. Mit zusammengekniffenen Augen laufe ich in Richtung Ausgang und komme an einer grossen Kreuzung aus.

Bonn U-Bahn Museumsmeile

Die Museumsmeile bietet Geschichte, Kunst, und Technik auf geballtem Raum. Im Jahr kommen rund zwei Millionen Kunstinteressierte aus der ganzen Welt hier hin.

Die Museumsmeile hat insgesamt fünf Ausstellungshäuser:

Das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschlandzeigt die deutsche Geschichte von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ab dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die Gegenwart.

Die Bundeskunsthalle zeigt Werke bedeutender Künstler und Themenausstellungen. Wie hier die Ausstellung „Outer Space – Faszination Weltraum“. Meiner Meinung nach ist alleine die Außenanlage ein Besuch wert. Vom 27. März 2015 bis 13. September 2015 ist hier die Ausstellung „Karl Lagerfeld. Modemethode“ zu sehen.

Bonn Kunstmuseum

Bonn Museumsmeile
Das Kunstmuseum ist eins der größten deutschen Museen für Gegenwartskunst. Es zeigt u.a. Werke von August Macke und die Sammlung der deutschen Künstler ab 1945.

Das Museum König ist ein zoologisches Forschungsmuseum und das bedeutendste Naturkundemuseum Deutschlands. Hier werden Artenvielfalt erforscht, dokumentiert und erklärt.  Zum Beispiel inszeniert die Dauerausstellung „Unser blauer Planet – Leben im Netzwerk“ die afrikanische Savanne auf spannende Art und Weise.

Das Deutsche Museum befindet sich zwar etwas weiter weg im Stadtteil Plittersdorf, zählt aber trotzdem zur Museumsmeile. Dies ist – neben einem Standort in München – das einzige Deutsche Museum für Forschung, Naturwissenschaften und Technik.

Fazit: Bonn, so unscheinbar die Stadt auch sein mag, ist auf jedenfall einen Besuch wert.

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Leckeres Berlin

Von dem Klischee, dass es in Berlin nur Currywurst gibt, habe ich mich nun endgültig verabschiedet.

Ich verbringe drei schöne Herbsttage mit netten Menschen in Berlin. Es ist nun das vierte Mal, dass ich die deutsche Hauptstadt besuche und mir kommt es – auch jetzt wieder – wie das erste Mal vor: Berlin, eine Stadt so groß und ständig im Wandel.

Bei diesem Trip habe ich vier besonders schöne Lokale kennengelernt, die ich euch hier vorstelle und gleichzeitig wärmstens empfehle. Denn neben der traditionellen Currywurst – der nun auch ein eigenes Museum gewidmet ist – hat Berlin kulinarisch einiges zu bieten. Und das zu jeder Tageszeit:

Frühstück bei….

Prenzlauer Berg
Frühstück Kolwitzplatz/ Berlin

Anna Blume ist Floristenladen und nettes Frühstückslokal in einem! Der Laden befindet sich am Kolwitzplatz im Stadtviertel Prenzlauer Berg. Das Viertel mit den schönen Häuserfassaden.

Der Kollwitzplatz ist bekannt für seine hohe Promi- und Elterndichte. Mir fällt direkt auf, dass jeder zweite Spaziergänger einen Kinderwagen vor sich herschiebt. Im Zentrum des Kollwitzplatzes befindet sich zudem ein großer Spielplatz.

Kollwitzplatz im Stadtviertel Prenzlauer Berg
Kollwitzplatz – Stadtviertel Prenzlauer Berg

Ich nehme auf der Terrasse von Anna Blume Platz und sehe das bunte Laub von den Bäumen fallen. Eine sehr freundliche und hilfsbereite Kellnerin ist nach einigen Minuten mit der Frühstückskarte bei mir. Anna hat ganz schön was los: das Lokal und die Terrasse sitzen rappelvoll, so dass schon Leute Schlange stehen müssen um einen Tisch in diesem angesagten Café zu bekommen.

An den anderen Tischen sehe ich das Frühstück auf 3 Etagen aufgetürmt: leckere Thunfischcreme, Käse, Salami, Schinken, frisches Rührei mit Kräutern. Oben frisches Obst und Gelees. Das will ich auch haben! Ich bestelle also eine „Frühstücksetagere“ mit Kaffee und frischgepressten Orangensaft. Zum Kaffee wird sogar warme Milch gereicht.

Anna Blume Berlin Frühstücksetagere
Frühstücksetagere bei Anna Blume

Ich bin begeistert von diesem frischen und liebevoll zubereiteten Frühstück.
Nach drei Tassen vorzüglichen Kaffees aus eigener Hausmischung wird es Zeit sich wieder zu bewegen. Anna ich komme wieder, keine Frage!

Café-Restaurant „Anna Blume“
Kollwitzstraße 83
10435 Berlin-Prenzlauer Berg


Nachmittagstee im Kaffeehaus Grosz

Nachmittags zieht es mich in Richtung Ku’damm.  Auf Empfehlung eines Berliner Reiseführers besuche ich das Kaffeehaus GROSZ.

Kaffeehaus am Kurfürstendamm
Kaffeehaus am Kurfürstendamm

Das Haus wurde 1912 erbaut und war schon so einiges: das kaiserliche Waffen- und Munitionsamt, ein Grand Hotel, Bürofläche, Kino, das Reichswirtschaftsministerium, und besonders interessant: Drehort für Hollywood-Filme. Ende 2012 eröffnete das GROSZ, benannt nach dem Berliner Künstler George Grosz. Der deutsch-amerikanische Maler ist heute besonders für seine gesellschaftskritischen Gemälde aus den 1920er Jahren bekannt.

Ein Kaffeehaus wie aus dem Bilderbuch.  Schon bei Eintreten fühle ich mich um Jahrzehnte zurückversetzt. Die beeindruckende Infrastruktur mit den hohen verzierten Decken lässt mich erst einmal innehalten.

Kaffeehaus Grosz
Kaffeehaus Grosz

Hübsche Kellnerinnen in schwarzen Kleidern mit weißen Schürzen bedienen die Gäste.  Ein Oberkellner – wichtiger als der König-  begleitet die Gäste an den Tisch.  Aber zuerst wird noch Kuchen in der Auslage ausgesucht.

Kuchenauswahl im Grosz
Kuchenauswahl im Grosz

Der Kaffee ist mit 4,00 Euro pro Tasse fast teurer als der Kuchen, der 4,90 Euro pro Stück kostet. Die Atmosphäre ist schon sehr steif. Ich merke wie der Oberkellner mit den Augen rollt, wenn wieder einmal Touristen sein Edellokal betreten.

Auf dem Weg zur Toilette sehe ich den tollen Innenhof. Im Sommer sitzt man hier bestimmt schön ungestört. Ich mache letztes Foto und hinter mir baut sich ein Schatten auf: Der versnobte Oberkellner bellt mich an: „Wie viele Fotos möchten Sie eigentlich noch machen?“.

Innenhof Grosz
Innenhof Grosz

Egal. Das Ambiente, der ausgezeichnete Kaffee und die noch bessere Tarte machen alles wieder gut!:-)

GROSZ
Kurfürstendamm 193/194
10707 Berlin


Abendessen im Pratirio

Der beste Grieche der Stadt heisst es. Pratirio bedeutet auf griechisch Tankstelle. Dieses Lokal am Savignyplatz nähe Kurfürstendamm hat es mir besonders angetan: es hat sich von einer Tankstelle bis zum besten Griechen der Stadt hochgearbeitet. Der Savignyplatz bietet vor allem am Abend eine ganz besondere Atmosphäre: Hier befinden sich viele Restaurants in gemütlichen Gässchen unter den beleuchteten S-Bahn-Bögen.

Pratirio - Grieche am Savignyplatz
Pratirio – Grieche am Savignyplatz

Im Pratirio sieht es sehr schick aus und ich befürchte schon, dass der Hauptgang 50 Euro kosten wird. Aber weit gefehlt!. Der Grieche kocht Hauptgerichte zwischen 10 – 20 Euro. Für die Qualität des Essens sehr günstig wie ich finde. Ein sehr netter Kellner hilft bei der Wahl des Essens und des passenden Weins. Aus der sorgfältig bestückten Weinkarte wähle ich einen leichten Rotwein. Sehr lecker! Zum Essen gibt es für nur 13,90 Euro einen Salat als Vorspeise, dazu ein Bifteki (Hacksteak) mit Käse und Paprikafüllung. Zum Reinsetzen!

Pratirio wird seinem Status als bester Grieche Berlins absolut gerecht!

Restaurant Pratirio
Knesebeckstr. 22
(am Savignyplatz)
10623 Berlin


Cocktail in der Monkey Bar/ Bikini Berlin

Zwischen Bahnhof Zoo und Gedächtniskirche hat im April 2014 das „Bikini Berlin“ eröffnet. Die Shopping Mall führt ihr ganz eigenes Konzept: Hier findet man kein H&M oder ZARA, sondern nur Läden und Gastronomiebetriebe die sorgsam ausgewählt und aufeinander abgestimmt sind. Die Zielgruppe ist ein trend- und stilbewusstes internationales Publikum mit hohem Anspruch an Qualität.

Bikini Berlin Hotel

Zur neuen Concept Mall gehört auch das 25h Hotel Bikini. Ich fahre per Expresslift in die 10. Etage und sehe auf der einen Seite das Restaurant NENI Berlin  und auf der anderen die Monkey-Bar mit der spektakulären Dachterrasse. Mein erster Gedanke: eine Fabrik im Dschungel. Tolle Dekoration, stylisches Ambiente und viele junge – very international people.

Bikini Hotel mit Dachterrasse der Monkey Bar
Bikini Hotel mit Dachterrasse der Monkey Bar

Ich ergattere einen gerade freigewordenen Platz auf der Terrasse und bestelle einen hausgemachten Eistee. Ich lehne mich zurück! Was ein schöner Tag.
Hier sieht man die Affen im Zoologischen Garten (aha, deswegen also Monkey Bar) und hat den Blick über die ganze Stadt. Ich sehe den Reichstag, die Siegessäule und vieles mehr. Wow, was eine Sicht über Berlin.

Monkey Bar Aussicht

Monkey Bar im 25h Bikini Haus
Budapester Straße 40
(neben Bahnhof Zoo)
10787 Berlin

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